Innenminister Bouillon zieht positive Bilianz beim Ankerzentrum in Lebach

Nach erstem Jahr : Ein Jahr Ankerzentrum in Lebach – Bouillon zufrieden

Der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) hat ein erstes positives Zwischenfazit zum sogenannten Ankerzentrum in Lebach gezogen. „Obwohl die endgültige Evaluation erst nach Projektende erfolgen wird, können wir jetzt schon einige positive Effekte für das Saarland verzeichnen“, sagte er am Donnerstag.

Die Bundesregierung und das Saarland hatten Ende September 2018 die Umwidmung der bisherigen saarländischen Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in Lebach zu einem Ankerzentrum beschlossen. „Anker“ ist die Kurzform für „Ankunft, Entscheidung, kommunale Verteilung beziehungsweise Rückführung“. In solchen Zentren soll das komplette Asylverfahren abgewickelt werden.

Für die Umfunktionierung bekam das Saarland vom Bund eine halbe Million Euro, 100 Bundespolizisten und zwölf neue Mitarbeiter beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Anzahl der Abschiebungen habe sich nach Aussagen des Innenministeriums kaum verändert. Da seit der Umbenennung rund 200 Abschiebungen gescheitert seien, forderte Bouillon schärfere Gesetze auf Bundesebene. Bereits vor der Umwidmung war Lebach eine zentrale Einrichtung mit Behörden und Wohlfahrtsverbänden vor Ort. Der Saarländische Flüchtlingsrat hatte die Umwidmung des Aufnahmelagers Lebach immer wieder kritisiert.

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