Kritik der Gewerkschaft an Personalstärke - Innenminister überprüft Kripo

Nach BDK-Kritik an Personalstärke : Saar-Innenminister kündigt Bestandsaufnahme bei Kripo an

Eine „echte Analyse“ hat Klaus Bouillon gegenüber der SZ angekündigt. Dies soll in wenigen Tagen vorliegen.

Nach der vernichtenden Kritik zum Zustand bei der saarländischen Kriminalpolizei seitens des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat Innenminister Klaus Bouillon (CDU) am Montag (29. Juli) angekündigt, den Personalstand überprüfen zu lassen. Auf SZ-Anfrage sagte er: „Ich habe einen Prüfauftrag im Ministerium erteilt und erwarte mir davon eine echte Analyse.“ Damit reagiert Bouillon auf einen Brandbrief des BDK-Landesvorstands. Darin hatte dieser auf aus seiner Sicht „gravierende Probleme“ wegen „massiven Personalmangels“ hingewiesen. Der Politiker gab zu, dass „auch hier gespart“ worden sei. Da gebe es nichts drumherumzureden. Ein Ergebnis soll spätestens in 14 Tagen vorliegen.

In diesem Zusammenhang verwies der Minister erneut auf seine Forderung nach einem Nachtragshaushalt, um 30 Tarifangestellte sowie 100 Stellen bei der Polizei zu schaffen. Die Entscheidung über mehr Polizeibeamte liege indes beim Ministerrat. Er wolle im Innenausschuss des Landtags dazu Stellung beziehen.

Saar-Innenminister Klaus Bouillon (CDU). Foto: BeckerBredel

Bereits vergangene Woche hatte David Maaß, Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Saarland, die Personalpolitik des Innenministers abermals kritisiert. Nach Bouillons Ankündigung eines Nachtragshaushaltes teilte Maaß schriftlich mit: „Die GdP möchte sich an dieser Stelle bei Innenminister Bouillon bedanken, der mit der Idee des Nachtragshaushalts unverzüglich und in gewohnter Manier auf die gewerkschaftliche Forderung nach Aufpersonalisierung der Polizei reagiert.“

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