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Landesmeisterschaft Gerätturnen: Laura Conrad und Jill Grunder von der VTZ

Gerätturnen : Zwei überglückliche VTZ-Turnerinnen

Laura Conrad und Jill Grunder haben bei den Spitzensport-Landesmeisterschaften den Sprung aufs Podest geschafft.

So nah liegen Freud und Leid im Sport beieinander. Hatte Turntrainerin Sonja Rayer von der VT Zweibrücken bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften am Samstag „zwei überglückliche Turnerinnen auf dem Podest“, so musste sie am Sonntag Aufbauarbeit bei ihren beiden Schützlingen leisten.

Für die schönen Momente sorgten bei der Spitzensport-Landesmeisterschaft in Grünstadt die beiden VTZ-Gerätturnerinnen Laura Conrad und Jill Grunder. Beide landeten in ihrem Wettkampf jeweils auf dem Bronzerang. Beide schafften es auch, eine noch bessere Punktzahl als bei den Pfalzmeisterschaften im April zu erreichen. „Bronze war für beide bei der starken Konkurrenz das Maximum – daher waren beide auch sehr zufrieden mit ihren Auftritten“, freute sich Sonja Rayer.

Laura Conrad, die insgesamt auf 52,15 Zähler kam, zeigte in der Leistungsklasse 1 (Jg. 1990 bis 2001) eine „sehr gute Übung“ am Boden. Mit 14,60 Punkten erreichte die 17-Jährige den Topwert der Konkurrenz. Etwas Federn lassen musste sie am Sprung (12,50 Pkt.). „Wir haben den Tsukahara (Überschlag seitwärts mit einer Vierteldrehung und Salto rückwärts, Anm. d. Red.) weg gelassen“, erklärte die Trainerin. Da Laura Conrad in den vergangenen Wochen nur wenig trainieren konnte, habe Rayer der Turnerin selbst die Entscheidung überlassen. „So hat sie lieber ohne Risiko einen sauberen Sprung gezeigt.“ Am Stufenbarren (12,15) sowie am Schwebebalken (12,90) zeigte Conrad zwei ordentliche Auftritte, was hinter Paula Berssem (TV Miesenheim, 54,85 Pkt.) und Stefanie Ulrich (TV Wörth, 53,20) sicher Rang drei bedeutete.

Ebenso souverän den Sprung aufs Podest hat Vereinskollegin Jill Grunder im Kür-Vierkampf geschafft. Den Tagesbestwert erreichte die VTZ-Starterin mit 13,70 Punkten am Schwebebalken – für viele Turnerinnen das Zittergerät schlechthin. „Sie ist am Balken einfach der Hammer“, lobte Rayer, „ganz so, als wäre sie fest gewachsen“. Nicht gerade das Lieblingsgerät von Grunder ist der Stufenbarren. „Doch auch hier meisterte sie die Übung gut“, so die Trainerin. Mit 12,15 Punkten ließ Grunder auch hier Konkurrentinnen hinter sich. Mit einer 13,40 am Boden und einer 12,90 am Sprung reichte es mit 52,15 Zählern auch für Grunder, die nach ihren Erfolgen in der Pflicht erst in diesem Jahr in die Kür gewechselt war, zu Bronze. „Das zeigt, dass es genau richtig war, dass wir diesen Schritt gegangen sind“, freute sich Rayer. Rang drei bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften sei der Lohn für den Trainingsfleiß, den Jill Grunder reingesteckt habe.

Nicht ganz so rund lief es dann am Sonntag in den Pflicht-Wettkämpfen für die beiden gestarteten VTZ-Turnerinnen. Die beiden kleinen Schwestern von Laura Conrad, Sarah und Chiara, hatten am Balken ihre Probleme. „Das ist schade, weil sie an den anderen Geräten so gut dabei waren. Chiara Conrad bekam im Pflicht-Vierkampf der Jahrgänge 2006/07 beim Rad keinen Fuß auf das Gerät. Sarah Conrad verpasste den Balken im Wettkampf der Jahrgänge 2003 und älter bei der Rolle, musste zudem ein weiteres Mal vom Gerät. „Das war einfach ein Blackout. Die Punkte, die man dadurch verliert, kann man an den anderen Geräten nicht mehr aufholen“, sagte Rayer. So seien beide VTZ-Starterinnen mit ihren Plätzen acht und neun auch sehr enttäuscht gewesen.

Die beiden VTZ-Gerätturnerinnen Laura Conrad (links) und Jill Grunder haben bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften starke Übungen gezeigt – und jeweils Bronze gewonnen. Foto: Verein/Verein7Rayer

Aimee Reichert von der VT Contwig landete in dem engen Wettbewerb der Jahrgänge 2003 und älter knapp vor Sarah Conrad mit 63,00 Punkten auf Rang acht.