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Jahresrückblick Regionalsport: Große Veranstaltungen

Jahresrückblick Regionalsport, Teil 1 (von 3): Große Veranstaltungen : Sportevents rar gesät

Das LAZ Zweibrücken stemmt das Sky’s the Limit auch im Coronajahr - sogar mit Zuschauern.

Große Events mit internationalen Startern, mit starken Leistungen und zahlreichen Zuschauern bereichern Jahr für Jahr den Sport in und um Zweibrücken. 2020 war vieles anders. Keine Pferderennen, kein Homburger Bergrennen, keine große Pferde-Gala am Landgestüt, keine Trofeo des talentierten Straßenrad-Nachwuchses. Keine heulenden Motoren beim Grasbahnrennen des MSC Zweibrücken – und das ausgerechnet im Jahr des 60. Vereinsjubiläums. Auch Veranstaltungen wie die Fußball-Stadtmeisterschaften im Sommer, Volksläufe oder Meisterschaften der Gerätturner fielen der Corona-Pandemie zum Opfer. Doch es gab auch vereinzelte Lichtblicke.

Das LAZ Zweibrücken hat es auch im Corona-Jahr 2020 gewagt: Mit aufwendigem Hygienekonzept und einer großen Portion Mut stellte das Team um den Vorsitzenden Alexander Vieweg das zweite „Sky’s the Limit“-Meeting auf die Beine. Und das nicht nur mit – durch Frauen-Stabhochsprung und Männer-Speerwurf – erweitertem Prgogamm, sondern sogar mit rund 500 Zuschauern, die im Westpfalzstadion wie im Vorjahr einen Heimsieg ihrer Lokalmatadorin Christin Hussong bejubeln durften. Bei dem Speerwurf- und Stabhochsprung-Meeting siegte sie mit ihrem Versuch auf genau 61 Meter knapp vor der Isländerin Ásids Hjálmsdóttir (60,27 Meter). Foto: maw/Martin Wittenmeier
Christin Hussong beim Sky’s the Limit des LAZ Zweibrücken. Foto: Wittenmeier Foto: maw/Martin Wittenmeier
Für die Premiere des Motorsport-Events „Mythos Sportwagen“ auf dem Zweibrücker Flugplatz hat sich Organisator Wolfgang Fousek ein schwieriges Jahr ausgesucht. Wenn auch in abgespeckter Form, so erlebten doch gut 300 Zuschauer hier die Faszination des Rennsports. Die Nascar-Fahrzeuge waren ein Hihghlight. Foto: Bubel/Thomas Bubel
Für Michaela Schaefer und Sölvi war es das erste Turnier in diesem Jahr.Foto: cvw Foto: cvw/Cordula von Waldow
Neuer Homburger Hallen-Stadtmeister ist der Saarlandligist FSV Jägersburg. Foto: Stefan Holzhauser Foto: Stefan Holzhauser
Die ganz großen Veranstaltungen auf Rennwiese und am Landgestüt sind 2020 der Corona-Krise zum Opfer gefallen. Und doch fanden auf der Anlage in Zweibrücken auch in diesem Jahr zahlreiche Pferdesport-Turniere statt. Von Dressur über Springreiten bis hin zum Island-Pferde-Outdoor-Festival. Auch Springreiter Steffen Hauter (links), der zum 16. Mal bei der Qualifikation zum Bundes-Championat siegte, Dressurreiterin Jutta Bitsch (Mitte) und Michaela Schaefer auf Islandpferd Sölvi waren dankbar für die Startmöglichkeit bei den Turnieren. Foto: cvw/Cordula von Waldow
Gastgeberin Jutta Bitsch gewann mit ihrem Erfolgspferd Ferrari die S-Dressur. Foto: cvw Foto: cvw/Cordula von Waldow
Viele Sporthallen und -plätze – nicht nur in Zweibrücken – sind derzeit wieder dicht. Schon im Frühjahrs-Lockdown stand der Trainings- und Sportbetrieb weitgehend still. Für die Wochen und Monate, in denen diese möglich waren, mussten Hygienekonzepte her. Foto: Mirko Reuther
Beim Top-6-Cup in Pirmasens hat Fußball-Verbandsligist SG Rieschweiler im Januar den favorisierten FK Pirmasens im Finale überraschend mit 5:4 bezwungen. Platz drei sicherte sich vor 430 Zuschauern die SG VBZ/SVI im Zweibrücker Landesliga-Duell gegen den TSC. Foto: fs/Florian Schwarz
SVN Zweibrücken. Foto: Wittenmeier Foto: maw/Martin Wittenmeier

So stellte das LAZ Zweibrücken – wenn auch unter erschwerten Bedinungen für Veranstalter und Sportler – auch in diesem Jahr sein „Sky‘s the Limit“-Meeting auf die Beine. Nicht zum geplanten Termin, mit großem organisatorischen Aufwand, mit ausgeklügeltem Hygienekonzept und dennoch sogar mit erweiterten Athletenfeldern sowie 500 Zuschauern. Doch auch ohne Publikum hätte der LAZ-Vorsitzende Alexander Vieweg das internationale Stabhochsprung- und Speerwurf-Meeting durchgezogen. „Die Athleten sind doch der Grund, warum wir das alles machen.“ Ihnen seien die Wettkämpfe in diesem Jahr einfach weggebrochen. Und doch freute er sich, den Sportlern neben der rar gesäten Wettkampfmöglichkeit am 25. Juli dann auch eine nette Kulisse geboten zu haben. „Von den ersten Gedanken an das Meeting ohne Zuschauer nur mit Livestream bis zu den 600 Leuten im Stadion – das ist schon eine gute Geschichte.“ Für die Sportler, aber auch den Verein sei es sehr wichtig gewesen, das Meeting auch in diesem Jahr durchzuziehen. Auch mit Blick auf die anstehenden Gespräche mit Sponsoren und Partnern. „Aber auch für mich persönlich war es wichtig, weil ich einfach ein Problem mit dem Kopf-in-den-Sand-Gestecke habe.“ Und so hat das Leichtathletikzentrum eine hochklassige Veranstaltung auf die Beine gestellt, die ohne einen Corona-Fall über die Bühne gegangen ist.