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TSC Zweibrücken und Jan Weinmann gehen getrennte Wege

Fußball-Landesliga : Weinmann nicht länger Trainer des TSC

Dennis Hirt und Tobias Schön übernehmen vorerst beim Fußball-Landesligisten.

Von einer ruhigen, besinnlichen Vorweihnachtszeit kann Hakan Haliloglou, sportlicher Leiter des TSC Zweibrücken, nicht gerade reden. Denn der Fußball-Landesligist und Trainer Jan Weinmann gehen ab sofort getrennte Wege. Für Haliloglou stehen somit auf der Suche nach einem Nachfolger gerade zahlreiche Gespräche an. Interimsmäßig übernehmen nun erst einmal die beiden Spieler Dennis Hirt und Tobias Schön den Trainerposten.

Die Entscheidung sei zu diesem Zeitpunkt schon auch ein bisschen überraschend gekommen. „Aber diese Coronazeit hat natürlich auch ihren Beitrag dazu geleistet, dass Jan gemerkt hat, es geht ja vielleicht doch ohne Fußball. Die Familie rückt dann doch mehr in den Vordergrund, zumal Jan zwei kleine Kinder hat“, beschreibt der sportliche Leiter einen Teil der Beweggründe für die Trennung. Natürlich wisse er aber auch, dass es sportlich nicht ganz wie erhofft lief. „Ich wäre ein schlechter sportlicher Leiter, wenn ich sagen würde: Wir haben unser Ziel erreicht.“ Doch damit habe nicht immer nur der Trainer etwas zu tun. „Wir sitzen da alle in einem Boot. Auch die Mannschaft, wenn sie auch sehr jung ist, auch der sportliche Vorstand. „Wir hätten vielleicht alle etwas anders machen können. Anders einkaufen, die Spieler vielleicht öfter 120 Prozent geben statt nur 70“, nimmt er das gesamte TSC-Team in die Verantwortung. „Daher gehen wir mit Jan auch absolut im Guten auseinander.“

Weinmann hatte vor der Saison 2019/20 am Wattweiler Berg die Nachfolge von Trainer Sanel Nuhic angetreten, der zuvor acht Jahre im Amt war. Der Inhaber der DFB-Junioren Elite Lizenz und DFB-Stützpunkttrainer in Pirmasens landete nach seiner ersten Runde mit den Zweibrückern, die im März abgebrochen wurde, auf dem siebten Platz. In der Südstaffel der geteilten Landesliga West liegt der TSC in der derzeit unterbrochenen Saison nach sechs Spielen mit sechs Punkten auf dem sechsten Rang. Und damit in der unteren Tabellenhälfte, was – wird nach dem Re-Start im kommenden Jahr nach dem geplanten Modus weitergespielt – die Teilnahme an der Abstiegsrunde bedeuten würde. „Wenn man ehrlich ist und die Tabelle anschaut, die Spiele zurückverfolgt, hat die Mannschaft nicht das abgerufen, was sie eigentlich kann.“

Dennis Hirt. Foto: maw/Martin Wittenmeier

Vorerst werden nun die beiden TSC-Spieler Dennis Hirt und Tobias Schön das gleichberechtigte Trainerteam bilden. „Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir schon bis Jahresende eine Lösung bis zum Sommer und darüber hinaus haben werden“, erklärt Hakan Haliloglou mit Blick auf die zahlreichen Gespräche, die er gerade führt. „Leider laufen die derzeit vor allem übers Telefon.“ Die Lockdown-Phase mache die Aufgabe nicht leichter. Doch der sportliche Leiter des TSC Zweibrücken wäre froh, die Lösung schnellstmöglich parat zu haben – für die eigene Planungssicherheit sowie im Hinblick auf Gespräche mit Spielern, die auch wissen wollen, wer im kommenden Jahr an der Seitenlinie stehen wird.