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Talente der Region: Nachwuchs-Leichtathletin Paula Breininger

Leichtathletik : Auf dem Sprung zur Spitzenathletin

Nachwuchs-Leichtathletin Paula Breininger von der LG Bliestal hat sich auch von der Corona-Krise nicht ausbremsen lassen. Die 17-Jährige steigerte ihre Bestzeiten über die 100 und 200 Meter.

Auch in der schweren Corona-Zeit hängt sich die 17-jährige Leichtathletin Paula Breininger mächtig rein. Sie arbeitete akribisch daran, nicht nur ihre Fitness zu halten, sondern sich ständig zu verbessern. Ihr Trainer Andreas Schanding ist sehr zufrieden mit seinem Schützling. „Paula ist interessiert, ehrgeizig und sehr zuverlässig“, beschreibt er die Athletin. In den nächsten Jahren erwartet er, dass sie ihre Zeit im 100-Meter-Sprint unter zwölf Sekunden drücken kann, wenn sie weiterhin verletzungsfrei bleibt und wöchentlich fünf bis sechsmal trainieren kann.

Angefangen hat alles vor elf Jahren, als ihre beiden älteren Schwestern Annika und Franziska Paula Breininger zur Übungsstunde in ihrem Heimatdorf, zum TV Webenheim, mitnahmen. Dort machte sie „mit goßem Spaß“ ihre ersten Schritte in der Leichtathletik. Als Neunjährige wechselte sie zur Trainingsgruppe des TV Bliesdalheim, welcher damals wie heute zur Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Bliestal gehörte. Es folgten weitere Wettkämpfe, zuerst immer noch im Mehrkampf, später in ihren jetzigen Sprint-Spezialdisziplinen.

Innerhalb ihrer Trainingsgruppe aber auch im Einzeltraining feilte sie systematisch an der Technik, lieferte gute Ergebnisse. Als 13-Jährige wurde sie in den Kader des saarländischen Leichtathletik-Verbandes, aufgenommen, schnuppert erste Trainingsluft an der Saarbrücker Sportschule. Das Pensum und die Intensität steigerten sich. Wochenend-Lehrgänge kamen hinzu. Heute trainiert die Teenagerin fünf bis sechsmal wöchentlich für jeweils zwei bis drei Stunden. Ihr Coach, der Gersheimer Andreas Schanding, stellt dabei die Komponenten zusammen. Dazu gehören neben Krafttraining, Technikeinheiten auch intensive Tempoläufe und ein ausgeklügeltes Sprintprogramm. Um den Körper und auch die psychischen Anforderungen durch viele intensive Einheiten in Folge nicht zu überspannen, baut er auch Regenerationsprogramme ein.

Auch in diesem Jahr, das geprägt und beeinflusst ist durch die Corona-Pandemie, konnte sich Paula Breininger auf ihr Training konzentrieren, weitestgehend mit alternativen Abläufen. Was fehlte war die ansonsten so wichtige Reihe an Wettkämpfen. Für die, die stattfanden, musste sie bis zu drei Stunden in andere Bundesländer gefahren werden. Doch Breininger erlebte auch Höhepunkte. Mehrfache Bestleistungen über die 100 und 200 Meter etwa. Damit schaffte sie die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften. „Wermutstropfen dabei war, dass das Starterfeld wegen der Corona-Pandemie reduziert wurde“, erzählt die 17-Jährige. So konnte sie trotz sportlicher Qualifikation bei der DM in Heilbronn nicht starten.

Schon vor drei Jahren erlief sich die Gymnasiastin des Blieskasteler Von-der-Leyen-Gymnasiums, die in wenigen Monaten ihre Abiturprüfung ablegen wird, den Start bei der süddeutschen Meisterschaft in Ingolstadt. Nur ein Tausendstelsekunde, ermittelt durch Zielfotoauswertung, fehlte ihr zum Sprung in den Endlauf. Dieser Erfolg stellte sich ein Jahr später in Walldorf ein. Auch bei den deutschen Meisterschaften der U16 in Wattenscheid war sie dabei. „Damals habe ich mich sehr darüber gefreut, da ich nicht damit gerechnet hatte,“ sagt Paual Breininger. Sie verpasste den Finallauf dann auch nur um zwei Hundertstelsekunden. Auch im vergangenen Jahr in St. Wendel war die Bliestälerin im Starterfeld der „Süddeutschen“ zu finden. Insgesamt errang sie bisher schon 13 Landestitel. Mittlerweile gehört sie zu den Top-30-Sprinterinnen ihrer Altersklasse, bei der in Deutschland in diesem Jahr 600 Athletinnen gelistet sind. Ihre Bestzeit über 100 Meter liegt bei 12,41, über 200 Metern bei 25,30 Sekunden, mit der sie in diesem Jahr auch in den in den Landeskader berufen wurde. Breininger bedauert, dass sie keine Staffelmannschaft hatte. Doch das soll sich Anfang des Jahres ändern. Gemeinsam mit ihren übrigen Mitgliedern der Trainingsgruppe Annika Grieser, Alina Schmitt und Raphael Motsch wechselt sie mit ihrem Trainer Andreas Schanding zu dem renommierten SV GO! Saar 05 Saarbrücken (wir berichteten). Dort befindet sie sich dann im Kreis der schnellsten weiblichen Jugendsprinterinnen des Saarlandes. Für den SV GO! Saar 05 ist sie ab Jahresbeginn starberechtigt, bleibt aber zudem Mitglied in ihrem Heimatverein. Weiter Bestzeiten und Erfolge sind klar anvisiert.

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