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Handball-Oberligist Homburg will Negativlauf stoppen

Handball-Oberliga : Homburg hofft auf die Trendwende

Der Handball-Oberligist will am Samstag zu Hause gegen Saulheim nach drei Ligaspielen ohne Sieg endlich wieder gewinnen.

Der Aufstiegszug für den TV Homburg ist so gut wie abgefahren. Der Handball-Oberligist hat keines seiner letzten drei Ligaspiele gewonnen (zwei Niederlagen, ein Remis) und ist mit nun sieben Verlustpunkten vom zweiten auf den vierten Platz abgerutscht. Damit die Homburger überhaupt noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft haben, müsste Spitzenreiter VTV Mundenheim in der Restrunde noch vier Spiele verlieren. Kein allzu wahrscheinliches Szenario. Schließlich hat das Team aus Ludwigshafen bislang alle seine Partien gewonnen. Auch der Tabellenzweite TV Offenbach (vier Verlustpunkte), der das Rückspiel gegen Homburg zu Hause bestreiten darf, hat mittlerweile bessere Karten auf den einzigen Aufstiegsplatz als die Saarpfälzer. Der Dritte TuS Kaiserslautern-Dansenberg II (vier Verlustpunkte) wäre nur dann zum Aufstieg berechtigt, wenn die erste Mannschaft des TuS in die 2. Liga aufsteigt. Danach sieht es beim Drittligakonkurrenten des SV 64 Zweibrücken aber nicht aus.

Doch statt nach oben zu schielen, muss der TV Homburg den Blick nun erstmal nach unten richten. Denn der Tabellenfünfte SG Saulheim, den der TVH am Samstag um 18.30 Uhr in der Robert-Bosch-Schulsporthalle empfängt, könnte mit einem Sieg nach Verlustpunkten mit Homburg gleichziehen. Unabhängig davon, ob der TVH noch in den Titelkampf eingreifen kann, muss die Mannschaft des neuen Trainers Steffen Ecker vor allem den Negativtrend der letzten Spiele stoppen.

„Wir haben das Spiel beim TV Nieder-Olm analysiert“, blickt Ecker auf die jüngste 24:28-Niederlage zurück. „In der Abwehr, vor allem im Spiel Eins-gegen-eins, hat so einiges nicht gestimmt, ebenso beim Torabschluss“, moniert der 44-Jährige. Die fahrlässige Chancenverwertung sei allerdings „nichts Neues“, sagt Ecker. „Diese Schwäche, die sich schon durch die ganze Saison zieht“, sei lediglich lange durch die starke Defensivarbeit der Mannschaft kaschiert worden. Doch wenn auch die Abwehr nicht ihren besten Tag erwischt – wie bei den jüngsten Niederlagen gegen Daun und Nieder-Olm sowie dem Remis gegen Illtal – sei das nicht mehr zu kompensieren. 

„Wir werden in jeder Trainingseinheit daran arbeiten“, verspricht Ecker, der lieber in die Zukunft als in die Vergangenheit blicken möchte. Und die Zukunft ist für den TV Homburg am Samstag die SG Saulheim. Eine Mannschaft, die für Ecker zu den stärksten Teams der Spielklasse zählt. „Ich kenne das Team recht gut. Saulheim hat Spieler mit Erfahrung in der dritten und sogar der ersten Liga in seinen Reihen. Ich bin ein wenig erstaunt, dass sie schon vier Partien verloren haben“, wundert sich der Trainer.

Personell sieht es bei seiner Mannschaft im Vergleich zu den letzten Spielen wieder ein wenig freundlicher aus. Während hinter dem Einsatz von Kreisläufer Patrick Bach wegen einer leichten Oberschenkelzerrung, die er sich beim Sieg im Saarlandpokal am Sonntag gegen Saarlandligist HSG TVA/ATSV Saarbrücken zugezogen hat, ein kleines Fragezeichen steht, ist Top-Torschütze Richard Wilga wieder mit dabei. Er fehlte zuletzt ebenso aus privaten Gründen wie Jovan Talevski. Talevskis Einsatz ist indes noch nicht sicher.

Sicher ist aber, dass David Szilagyi auch in der nächsten Saison für den TV Homburg auflaufen wird. Der 24 Jahre alte Rückraumspieler hat seinen Vertrag beim TVH bis 2023 verlängert.