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Handball-Oberligist VT Zweibrücken-Saarpfalz startet in Dansenberg

Handball-Oberligist VT Zweibrücken : Als Underdog zum Überraschungsteam

Die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz kämpfen auch im neuen Jahr weiter um den Klassenverbleib in der Oberliga RPS. Zum Auftakt muss das Team von Kai Schumann/Philip Wiese nach Dansenberg – und das stark ersatzgeschwächt.

Gerade war die VT Zweibrücken-Saarpfalz vor der kurzen Weihnachtspause aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Hat mit den Siegen gegen Völklingen und Mülheim sowie einem guten Auftritt gegen das Topteam aus Offenbach aufsteigende Tendenz gezeigt. Schon kommt zum Start ins neue Jahr der nächste Dämpfer für den Handball-Oberligisten. Stark ersatzgeschwächt muss die Mannschaft des Trainerduos Kai Schumann/Philip Wiese am Samstag, 20 Uhr, beim Tabellenvierten TuS Dansenberg II ran, und ist somit der Außenseiter.

Lediglich zehn Spieler stehen den Rosenstädtern zur Verfügung. Besonders bitter ist der Ausfall von Tomas Kraucevicius, der an sich nicht zu ersetzen ist. Der beste Zweibrücker Torschütze hatte sich in Offenbach in der Schlussphase eine blaue Karte eingehandelt und ist mindestens für die kommende Partie gesperrt. Ein Ausfall von insgesamt vier Spielen steht im Raum. „Wir fahren am Samstag mit zehn Spielern nach Dansenberg. Das ist nicht zu ändern. Wir nehmen es so, wie es kommt und bereiten uns ganz normal auf den Gegner vor“, sagt Coach Wiese. Damit begonnen haben die Saarpfälzer nach der kurzen Pause über die Feiertage mit der ersten Trainingseinheit am Dienstag.

Mit der Drittliga-Reserve des TuS Dansenberg wartet die bisherige Überraschungsmannschaft der Liga auf die VTZ. Vom SAisnbeginn weg hat der TuS losgelegt wie die Feuerwehr. Nach elf Spielen hat Dansenberg bereits neun Siege, bei nur zwei Niederlagen, für sich verbucht. Das bedeutet aktuell den vierten Rang in der Oberliga-RPS, nach Minuspunkten wären sie sogar Dritter. In Angriff wie Abwehr gehören sie zu den besten Teams der Liga, wobei sich zumindest in Sachen Abwehr die Zweibrücker auch nicht verstecken müssen.

TuS-Trainer Sebastian Wächter ist es allerdings gelungen, aus einer jungen Mannschaft ein Spitzenteam der Liga zu formen. Neben den jungen Spielern wie beispielsweise den Brüdern Timo und Marco Holstein, die auch im Kader von Kai Christmann in der 3. Liga stehen und dort ihre Einsatzzeiten erhalten, kann Wächter auch auf immense Erfahrung zurückgreifen. Mit Torhüter Markus Seitz, einem der besten seines Fachs, und Alexey Wetz, der einige Jahre das VTZ-Trikot trug, stehen ihm zwei Spieler zur Verfügung, die in der Lage sind, Partien alleine zu entscheiden. „Ein bisschen überraschend ist es aber schon, dass sie soweit oben stehen. Doch die Dansenberger spielen sehr stabil. Sie haben eine sehr aggressive Abwehr mit einem sehr guten Torhüter Markus Seitz dahinter. Sie spielen flott hinten raus, haben einen guten Kreisläufer und auch die Brüder Holstein“, beschreibt Wiese den kommenden Gegner.

Bereits vor der Runde sind sich beide Mannschaften begegnet. Während des Zweibrücker Trainingslagers in Rodalben bestritten die beiden Teams ein Freundschaftsspiel. Damals setzten sich der TuS Dansenberg II nach einer torarmen Partie mit 20:19 knapp durch. Seither ist allerdings einiges an Zeit vergangen und die TuS-Handballer dürften nur so vor Selbstvertrauen strotzen. Sie spielen eine starke Runde und wollen sich weiter in der Spitzengruppe halten. Für die Zweibrücker, derzeit Zwölfter, bleibt es hingegen der Kampf um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld. In Anbetracht dessen, dass unter Umständen erst der zehnte Platz in der Oberliga den sicheren Klassenverbleib bedeutet, müssen für die VTZ schnellstmöglich weitere Punkte her.

Für die VT Zweibrücken-Saarpfalz steht in der kommenden Woche noch das Viertelfinale im Saarlandpokal auf dem Programm. Die Mannschaft von Philip Wiese/Kai Schumann beschließt die Runde der letzten Acht am Donnerstag, 13. Januar, um 20.15 Uhr mit der Partie beim Oberliga-Konkurrenten MSG HF Illtal. Das erste Heimspiel des Jahres ist für Sonntag, 16. Januar, 17 Uhr gegen Oberliga-Spitzenreiter VTV Mundenheim angesetzt.