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Fußball-Regionalligist FC Homburg in Vorbereitung eingestiegen

Fußball-Regionalligist FC Homburg : Mit größerer Konstanz noch ein wenig klettern

Fußball-Regionalligist FC Homburg ist am Montag in die Wintervorbereitung gestartet. Am Saisonziel „Platz unter den besten Fünf“ hält Trainer Timo Wenzel trotz Rückstands fest. Philipp Hoffmann fällt für die Restsaison aus. Nachrüsten wollen die Grün-Weißen aber nicht mehr.

Dichter Nebel hängt über dem Trainingsgelände des FC Homburg. Bei dem trüben Wetter ist der Sechste der Fußball-Regionalliga Südwest am Montagnachmittag nach dreiwöchiger Pause in die Wintervorbereitung gestartet. Bis zum 12. Februar, an dem die Grün-Weißen mit einem Heimspiel im Waldstadion gegen den KSV Hessen Kassel wieder um Punkte kämpfen, werden sich die Grün-Weißen nun auf den weiteren Verlauf der Saison einstimmen.

Zum Aufgalopp standen dem Trainerteam um Timo Wenzel allerdings nicht alle Spieler zur Verfügung. Torhüter Krystian Wozniak fehlte krankheitsbedingt. Thomas Gösweiner bereitet sich nach seiner Kreuzband-Operation individuell vor. Wann Innenverteidiger Ivan Sachanenko ins Teamtraining zurückkehren wird, ist schwer abzuschätzen. Ihm machen seit einigen Wochen Knieprobleme immer wieder zu schaffen. Keinen Einsatz mehr in dieser Saison wird es für Philipp Hoffmann geben. Nach seiner Leistenoperation im Oktober muss er erneut unters Messer. Nächste Woche wird der 29-jährige Mittelfeldspieler wegen eines doppelten Adduktorenabrisses erneut operiert. „Das ist für ihn und uns sehr bitter. Wir haben fest mit der Rückkehr für die Restsaison gerechnet“, bedauert Wenzel, dass er auf Hoffmann verzichten muss. Besser sieht es da bei Mannschaftskapitän Patrick Lienhard aus, der nach seinem Schienbeinbruch am Montag mit der Mannschaft seine Runden drehte. „Er kann zwar noch nicht alles beim Teamtraining mitmachen, aber in Teilen ist er schon dabei“, erklärt Wenzel.

Verlassen hat den FC Homburg in der Winterpause kein Spieler. Dafür kam mit dem zuletzt vertragslosen 21-jährigen Außenverteidiger Shako Onangolo ein neuer Mann dazu, der bis Saisonende verpflichtet wurde. „Er war bei uns im Herbst beim Probetraining und hat uns durchaus überzeugt. Wir wollen ihn einmal näher beobachten“, sagt Wenzel. Weitere neue Spieler seien für die laufende Runde ausgeschlossen.

Mit dem bestehenden Kader will sich der Tabellensechste noch etwas nach oben verbessern. Allerdings beträgt der Rückstand nach nur einem Punkt aus den letzten beiden Spielen (1:1 gegen Koblenz, 1:2 bei Hoffenheim II) allein auf Rang fünf bereits fünf Zähler. „Wir schauen nur von Spiel zu Spiel, um zu sehen, wo wir uns noch verbessern müssen“, sagt Wenzel. Erstes Ziel müsse es sein, konstantere Leistungen über Wochen zu zeigen, als im bisherigen Saisonverlauf, wo die Grün-Weißen nach guten Spielen immer wieder schwache Partien zeigten und sich den Weg weiter nach oben in der Tabelle damit selbst verbauten. „An unserem Saisonziel, am Ende unter den besten fünf Mannschaften zu stehen, halten wir aber weiter fest“, betont der Cheftrainer. Damit das gelingt, muss insbesondere gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte eine bessere Ausbeute her. Nicht weniger als 23 Zähler gab der FCH in dieser Saison in den Spielen gegen die Teams ab Platz zehn ab.

 Wenzel und sein Trainerteam werden zudem genau hinschauen, welche Spieler man in die nächste Saison mitnehmen will. Insgesamt laufen 18 Verträge aus. Dazu gehören Stefano Meier, Ivan Sachanenko, Jonas Scholz, Janis Reuss, Tim Stegerer, Mart Ristl, Daniel Di Gregorio, Serkan Göcer, Marco Hingerl, Loris Weiss, Niklas Doll, Patrick Lienhard, Abdul Sankoh, Patrick Dulleck, Thomas Gössweiner, Damjan Marceta, Seong-Hoon Cheon und Krystian Wozniak. Es könnte demnach einen Umbruch beim FC Homburg geben.

Die Spieler haben in den kommenden Wochen und Monaten die Möglichkeit, sich zu empfehlen. Womöglich schon in Testspielen. Gegner dafür zu finden, bereitet dem FCH allerdings wie bereits im Vorjahr Probleme. Erst eine Vorbereitungspartie steht fest: Am Samstag, 22. Januar, gegen den luxemburgischen Erstligisten UNA Strassen. Am 15. Januar werden die Homburger ein internes Trainingsspiel absolvieren, nachdem der ursprünglich vorgesehene Gegner Bonner SC abgesagt hat. Für den 5. Februar sucht der FCH noch einen Testspielgegner. „Das ist nicht so einfach, weil die erste bis dritte Liga dann schon im Spielbetrieb stehen“, sagt der Chefcoach. Am 23. Februar fliegen die Homburger dann – trotz Corona-Pandemie – für acht Tage ins Trainingslager in die Türkei nach Antalya-Lara. Zwei Vorbereitungsspiele seien dort vorgesehen. Gegner und Termine gibt es aber noch nicht. Einem zu großen Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, sieht Wenzel sich und sein Team nicht ausgesetzt. „Wir haben im Hotel eine eigene Etage, sind in einer entsprechenden Blase“, erklärt er. Die Zeit in der Türkei wollen die Homburger für Gespräche, Teambuildung und intensive Trainingseinheiten bei besseren Wetterverhältnissen als in Deutschland nutzen.