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Fußball: Oberligist FSV Jägersburg muss nach Pflicht im Pokal nach Wiesbach

Fußball-Oberliga : Mit Zuversicht ins nächste Derby

Der FSV Jägersburg sicherte sich mit einem klaren 6:0-Sieg beim SV Bexbach locker den Einzug in die vierte Runde des Fußball-Saarlandpokals. In der Oberliga steht bereits am Freitag das nächste saarländische Duell beim FC Hertha Wiesbach auf dem Programm.

Die Englische Woche zu einem perfekten Abschluss bringen will der FSV Jägersburg am Freitag mit dem nächsten Dreier in der Südgruppe der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Dem überzeugenden 2:0-Heimsieg gegen den SV Röchling Völklingen folgte am Dienstagabend in der dritten Runde des Saalandpokals ein klarer 6:0-Pflichtsieg beim A-Kreisligisten SV Bexbach. Das I-Tüpfelchen für die Mannschaft von Trainer Tim Harenberg wäre ein Sieg am Freitag im nächsten Saarderby ab 19 Uhr beim Vorletzten der Oberliga-Südgruppe, dem FC Hertha Wiesbach.

 In dem Pokalduell beim SV Bexbach vor rund 120 Zuschauern trat der FSV Jägersburg am Dienstag mit stark veränderter Startelf an. Harenberg verzichtete auf die angeschlagenen Tom Koblenz, Julian Schauer, Jan Reiplinger und Frederic Ehrmann. Zudem stand für Mirko Vogel diesmal Pascal Maier zwischen den Pfosten, der aber während der 90 Pokalminuten einen ruhigen Abend erlebte.

Schon nach sechs Minuten gingen die Lila-Weißen aus Jägersburg durch Gianluca Ruoff in Führung. Der FSV kontrollierte Spiel und Gegner und führte zum Seitenwechsel durch Treffer von Tim Pommerenke (29.) und Tim Klotsch (33.) souverän mit 3:0. Für Jägersburg hatten auch die zweiten 45 Spielminuten nur Trainingscharakter unter Wettkampfbedingungen. Die vier Klassen tiefer spielenden Bexbacher waren in allen Bereichen dem Oberligisten unterlegen. Mit zwei weiteren Treffern erhöhte Ruoff (49./55.) auf 5:0, ehe Pommerenke (82.) zum 6:0-Endstand einnetzte.

Vor dem Oberliga-Punktspiel beim FC Hertha Wiesbach bangt der FSV-Coach um den Einsatz von einigen Spielern. Tom Koblenz, Julian Schauer und Jan Reiplinger haben jeweils Probleme mit der Ferse. „Sie alle erlitten beim Spiel gegen Völklingen Prellungen“, erklärt Harenberg und hofft, dass diese bis Freitag abgeklungen und die Spieler für das Derby zur Verfügung stehen. Frederic Ehrmann, der wegen muskulärer Probleme im Pokalspiel geschont wurde, dürfte auflaufen können. Weiter kein Thema für einen Einsatz ist Kristof Scherpf wegen eines Haarrisses im Fuß.

Egal, in welcher Formation die Jägersburger antreten werden, „müssen wir alles geben, um hier etwas zu holen – obwohl Wiesbach erst vier Punkte auf dem Konto hat“, blickt Harenberg auf die anstehende Aufgabe. Die Wiesbacher hätten beim 8:1-Auswärtssieg in Eppelborn gezeigt, dass sie auch in der Offensive nicht so schlecht seien, wie es der derzeitige Tabellenstand aussagt. „Es ist ein Flutlichtspiel und ein Saar-Derby. Wer da nicht heiß ist und Bock drauf hat, macht etwas falsch“, betont der FSV-Coach, für den es, ebenso wie für seine Spieler in Wiesbach ein Wiedersehen mit alten Bekannten geben wird: Steven Simon und Tim Schäfer waren beide vor der Runde nach Wiesbach gewechselt. „Wir haben schon noch Kontakt zu beiden – Tim lässt sich auch noch öfters hier blicken. Am Freitag muss die Freundschaft aber für 90 Minuten ruhen“, sagt Jägersburgs Kapitän Julian Fricker. „Wenn es nun gegen zwei Jungs geht, die noch vor kurzer Zeit hier waren, ist das natürlich etwas Besonderes. Wir freuen uns auf dieses Wiedersehen“, sagt Harenberg, der ein offenes Spiel erwartet.

Von seinen Jungs fordert er, alles daran zu setzen, auch das nächste Saarderby zu ihren Gunsten zu entscheiden. In der bisherigen Saison gelang dies dem FSV bereits zwei Mal: Zunächst mit einem 4:3-Sieg beim FV Eppelborn und am vergangenen Spieltag mit einem 2:0-Erfolg über Röchling Völklingen. Gleich zwei weitere Chancen, diesen Trend fortzuführen folgen nun. Denn nach Wiesbach steht in der kommenden Woche zuhause die Partie gegen den nächsten Saarclub FV Diefflen an.