Fußball-Oberliga Frank scheut die Verantwortung nicht

Jägersburg · Christian Frank bleibt kommende Saison Trainer beim FSV Jägersburg – unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Der Fußball-Oberligist kämpft im neuen Jahr in der Abstiegsrunde um den Klassenverbleib.

 Trainer Christian Frank hat seinen Vertrag beim FSV Jägersburg trotz einer bislang nicht einfachen Spielzeit verlängert. Das „Gesamtpaket“ beim Oberligisten stimme, sagt der 36-Jährige.

Trainer Christian Frank hat seinen Vertrag beim FSV Jägersburg trotz einer bislang nicht einfachen Spielzeit verlängert. Das „Gesamtpaket“ beim Oberligisten stimme, sagt der 36-Jährige.

Foto: Martin Wittenmeier

Nein, wie erhofft läuft die Saison für den Fußball-Oberligisten FSV Jägersburg nicht. Der FSV muss – wie in der Vorsaison – in die Abstiegsrunde und bangt um den Klassenverbleib. Das ist schon vor dem letzten Hauptrundenspiel am Samstag, 25. Februar, zu Hause gegen den SV Morlautern klar.

Trotzdem hat Trainer Christian Frank seinen Vertrag für die kommende Saison verlängert (wir berichteten kurz). Der 36-Jährige war vor der Runde vom Ligarivalen SV Elversberg II, wo er Co-Spielertrainer war, in den Homburger Norden gewechselt. In Jägersburg ist Frank erstmals Cheftrainer. Mit den Lila-Weißen überwintert er in der Südstaffel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar mit 19 Punkten auf Tabellenplatz sieben. Rang fünf, der zur Teilnahme an der Meisterrunde berechtigt, kann der FSV nicht mehr erreichen.

„Mir gefällt es sehr gut in Jägersburg. Natürlich ist bis zur Winterpause nicht alles optimal gelaufen. Man darf aber nicht vergessen, dass wir viele Neuzugänge integrieren mussten und auch einige Verletzte hatten“, sagt Frank. Seine Zusage im Hinblick auf die kommende Saison gilt sowohl für die Ober- als auch für die Saarlandliga.

An der Abstiegsrunde nehmen die jeweils letzten sechs Mannschaften aus der Süd- und der Nord-Staffel der Oberliga teil. Erzielte Punkte und das Torverhältnis werden mitgenommen. Wie viele Absteiger es letztendlich geben wird, ist noch nicht klar. Da die Oberliga nach der Spielzeit von derzeit 22 auf 20 Teams reduziert wird, werden aber mindestens vier Mannschaften den Gang nach unten antreten müssen. Womöglich trifft es sogar acht. Die Anzahl hängt unter anderem davon ab, ob der Oberliga-Vizemeister über die Relegation in die Regionalliga Südwest aufsteigt und davon, wie viele Teams aus der Regionalliga absteigen, die dann der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zugeordnet werden.

In der Nord- und Südstaffel haben zwar nur zwei Mannschaften, die nach aktuellem Stand in die Abstiegsrunde müssen – der SV Auersmacher (27 Punkte) und Schott Mainz (20) – mehr Punkte auf dem Konto als Jägersburg (19). Der FSV ist aber gruppenübergreifend das einzige Team, das schon 19 Partien absolviert hat. Alle anderen tragen in der Hauptrunde noch zwei oder gar drei Begegnungen aus.

„Der Verbleib in der Oberliga ist unser großes Ziel – das wollen wir gemeinsam erreichen. Aber im Fußball ist nichts ausgeschlossen. Deshalb gilt meine Zusage für beide Ligen“, erklärt Frank. „Es war noch nie meine Art, vor der Verantwortung davonzulaufen“, ergänzt der 36-Jährige – und zeigt sich optimistisch. „Wir gehen die Sache positiv an und werden alles dafür geben, um in der Oberliga zu bleiben. Ich glaube fest daran, dass uns das zusammen als Gemeinschaft gelingt.“

Frank sieht den Verein grundsätzlich auf einem guten Weg. „Auch in die Jugendarbeit wird hier sehr viel Kraft investiert. Die zweite Mannschaft spielt in der Landesliga eine gute Rolle – das sportliche Gesamtpaket stimmt. Und wenn du dich dann noch richtig wohl im Verein fühlst, gibt es keinen Grund, den Vertrag nicht zu verlängern“, führt Frank aus.

Marco Emich hatte Frank aus Elversberg zum FSV mitgebracht. An der Kaiserlinde war Emich Cheftrainer, bei seinem Heimatverein Jägersburg ist er nun sportlicher Leiter. Emich sagt: „Christian ist nicht nur ein guter Trainer, sondern auch ein guter Typ, der im Verein äußerst beliebt ist. Für uns war es überhaupt keine Frage, mit ihm zu verlängern. Das große Ganze passt für beide Seiten. Auch wenn es sportlich bislang eine Berg- und Talfahrt war.“

Die Lila-Weißen verloren die ersten fünf Begegnungen in Serie. Danach blieb der FSV vier Mal in Folge unbesiegt – ehe es erneut sieben Partien in Folge ohne dreifachen Punktgewinn gab. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Begegnungen vor der Winterpause fand der FSV dann aber wieder in die Spur zurück. „Wir hatten zu Beginn richtig schwere Gegner – hinzu kamen Verletzungspech und ein neues Trainerteam. Da musst du einfach auch etwas Geduld aufbringen, bis ein Rädchen ins andere greift“, betont Emich.

 Marco Emich, sportlicher Leiter beim FSV Jägersburg, ist von Christian Frank als Trainer und Typ überzeugt.

Marco Emich, sportlicher Leiter beim FSV Jägersburg, ist von Christian Frank als Trainer und Typ überzeugt.

Foto: Stefan Holzhauser

Am 22. Januar steigen die Jägersburger in die Vorbereitung auf die Restrunde ein.

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