Hadern trotz zwei Punkten

Am Ende war es beim 29:28 denkbar knapp für die HF Illtal im Spiel gegen die HSG Völklingen geworden. Und so haderte HFI-Trainer Steffen Ecker trotz des Sieges mit der Leistung, die seine Mannschaft über weite Strecken gezeigt hatte.

Die Reaktionen der Trainer waren angesichts des Ergebnisses durchaus ungewöhnlich. Am ersten Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar trennten sich am Sonntagabend in der Eppelborner Hellberghalle die gastgebenden Handballfreunde Illtal (HFI) und die HSG Völklingen mit 29:28 (13:17). HSG-Trainer Berthold Kreuser war daraufhin ganz unironisch "hellauf begeistert" von der Leistung seiner Mannschaft. HFI-Trainer Steffen Ecker dagegen haderte trotz des Auftaktsieges, den er "absolut glücklich" nannte: "Wir haben uns sehr schwer getan und über weite Strecken vergessen, Zweikämpfe zu führen."

Das Spiel begann vor rund 600 Zuschauern mit eintöniger Regelmäßigkeit:. Die Gastgeber legten ein Tor vor, Völklingen glich postwendend aus. In der 11. Minute gelang der HSG jedoch die erste Führung (6:7). Ex-HFI-Spieler Mathieu Geoffroy (sechs Tore) erhöhte in der 15. Spielminute auf 10:7 für die Gäste, beim 11:7 beantragte Ecker die erste Auszeit.

Die HSG hatte sich bis dahin mit einem unaufgeregt effektiven Spiel abgesetzt, während die HFI in der Abwehr schwamm und im Angriff ohne erkennbares System den schnellen Sprungwurf suchte. Von den zehn ersten Toren der HFI entstanden fünf aus Strafwürfen durch Sven-Malte Hoffmann (10/7 Tore). Die Halbzeitführung von 13:17 spiegelte dann klar die Verhältnisse und hätte ohne die gute Leistung von HFI-Torwart Daniel Schlingmann auch höher ausfallen dürfen. "Illtal kam einfach besser aus der Halbzeit", musste HSG-Kapitän Pascal Simon ( 7 Tore) erkennen.

In der 37. Minute drehte Oliver Zeitz (fünf Tore) das Spiel zum 19:18. Nur ein Tor in sieben Minuten war zu wenig aufseiten der Gäste. Dass Völklingen mit insgesamt fünf und Illtal mit drei Zeitstrafen leben musste war am Ende aber nicht spielentscheidend.

Spielentscheidend war letztlich das Quäntchen Glück auf der Seite der Illtaler. Beide Mannschaften lieferten sich einen entschlossenen Kampf mit einigen Nickligkeiten. "Aber nicht unfair. Normale Derby-Härte", urteilte HFI-Neuzugang Tobias Fontaine. Beim Spielstand von 27:27 (55. Minute) parierte HFI-Torhüter Schlingmann einen Siebenmeter, in der 57. Minute dann zudem einen Gegenstoß. Das mag den Ausschlag gegeben haben. Für den letzten Angriff des Spiels hatte Völklingen 39 Sekunden Zeit, Spielstand 29:28. Der Wurf verpuffte aber und der Punktgewinn gleich mit.

Tore für die HF Illtal: Sven-Malte Hoffmann 10/7, Daniel Altmeyer 6, Oliver Zeitz 5, Tobias Fontaine 3, Niklas Kiefer 2, Christopher Seitz 2, Christoph Holz 1.