Neue Existenzen seit 15 Jahren

Mittlerweile sind's 83 Firmen, die im Bexbacher Saarpfalz-Park ihre Heimat gefunden haben. Viele Existenzgründer sind gleich nach Vergrößerung dort geblieben. Seit 15 Jahren existiert das Gewerbegebiet. Aus diesem Anlass gibt es noch Feierlichkeiten und gab es einen Tag der offenen Tür.

In diesem Jahr feiert der Saarpfalz-Park Bexbach sein 15-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass und gleichsam als Auftakt für die eigentlichen Jubiläumsfeierlichkeiten am 11. Oktober gab's am vergangenen Sonntag schon mal einen Tag der offenen Tür. Der bot die Chance, sich eine augenscheinliche Erfolgsgeschichte der Mittelstandswirtschaft mal von zwei Seiten erzählen zu lassen. So von den Mitarbeitern der Wirtschaftsförderung Saarpfalz, die für die Betreuung und Entwicklung des Gewerbeparks verantwortlich zeichnen, und von Unternehmern, die in der ehemaligen Kaserne erfolgreich wirtschaften.

Den Anfang machte Doris Gaa, in Personalunion Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Saarpfalz sowie der Saarpfalz-Park GmbH und seit dem Start der Konversion der früheren Bundeswehr-Kaserne in Verantwortung. Gefragt, ob sie mit dieser Erfolgsgeschichte gerechnet habe, sagte Gaa: "Natürlich habe ich gehofft und gewünscht, dass es sich so entwickeln würde. Wir sind ja auch nicht ohne Planung an dieses Projekt herangegangen, sondern haben im Vorfeld natürlich geschaut, welcher Bedarf in der Region besteht." Und da habe man festgestellt, dass es keine Flächen für kleinere Unternehmen und nur wenige Angebote für Existenzgründer gab. Mit ihrer Erfahrung aus ihrer Tätigkeit im heutigen IT-Park-Saar habe sie zudem damals schon ein gewisses Gefühl dafür gehabt, was für den Saarpfalz-Park und die dort damals anzusiedelnden Unternehmen nötig sei.

Und dieses Gefühl hat Gaa wohl nicht getäuscht. Heute, 15 Jahre später, haben inzwischen 83 Unternehmen im Saarpfalz-Park ihren Firmensitz. Beteiligt an dieser Erfolgsgeschichte sind die Stadt Bexbach und der Saarpfalz-Kreis, verbunden über die Wirtschaftsförderung Saarpfalz (WFG), die auch für die personelle Ausstattung des Saarpfalz-Parks sorgt. So ist WFG-Mitarbeiter Christoph Volz vor Ort auch Anlaufstelle für Existenzgründer. Im Gespräch mit unserer Zeitung skizzierte Volz den grundsätzlichen Ablauf einer Beratung. "Interessierte kommen zu uns, wir sprechen mit ihnen die Unternehmensidee durch und geben auch ein neutrales Feedback hinsichtlich der Machbarkeit." Danach gehe es um die beratende Unterstützung bei der Finanzierung - und um den Flächenbedarf für die geplante Neugründung. Sollte der nicht im Saarpfalz-Park gedeckt werden können, und hier zahle sich die Verzahnung mit der Wirtschaftsförderung Saarpfalz aus, werde auch an anderen potenziellen Standorten im Kreis geprüft.

Einer, der sich schon vor einigen Jahren aus einem Anstellungsverhältnis erfolgreich in die Selbstständigkeit vorwagte und sich dabei auf das Knowhow des Saarpfalz-Parks verließ, ist Walter Janzer, Chef von IPM Janzer, einem Unternehmen für Sondermaschinenbau und Metallverarbeitung. Sein Urteil über die Starthilfe im Saarpfalz-Park: "Das war optimal, alles wurde geregelt. Und man konnte mit jedem Anliegen vorsprechen, es gab nie ein Nein."