Fahndung nach Täter Polizei erschießt gefährliche ausgebrochene Wildschweine in Nohfelden

Nohfelden · Aufregung in Nohfelden an Ostermontag: Dort versetzten zwei Wildschweine Menschen in Schrecken. Das Leben der Tiere nahm ein jähes Ende, meldet die Polizei. Die sucht nun nach den Verantwortlichen.

 Zwei Wildschweine sorgten in Nohfelden-Sötern für Aufregung. (Symbolbild)

Zwei Wildschweine sorgten in Nohfelden-Sötern für Aufregung. (Symbolbild)

Foto: dpa/Jens Büttner

Zwei Wildschweine haben Menschen in Nohfelden (Landkreis St. Wendel) in Gefahr gebracht. Dabei verschärfte sich die Lage zunehmend, wie ein Sprecher der Polizeidienststelle Nord-Saarland in Wadern am Ostermontagabend, 1. April, berichtet.

Aggressive Wildschweine rennen durch Nohfelden-Sötern

Demnach sollen die Tiere gegen Mittag erstmals aufgefallen sein. Sie waren nach Ermittlerangaben im Ortsteil Sötern aus einem Gehege ausgebüxt. Der Besitzer hatte versucht, sie einzufangen. Doch das gelang ihm nicht.

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Spaziergänger und Haustiere seien in eine bedrohliche Lage geraten. Denn je länger die ausgebrochenen Schweine unterwegs waren, umso aggressiver sollen sie sich verhalten haben. Nichts deutete darauf hin, dass sie zum umzäunten Gelände zurückgebracht werden können.

Polizei greift letztlich zur Maschinenpistole

Schlimmer noch: Allmählich reagierten sie zunehmend angriffslustig auch auf den Halter. Da sie nicht im Wald zuhause waren, sei es ihnen wohl nicht in den Sinn gekommen, vor den Fangversuchen dorthin zu fliehen. Darum befürchteten Polizisten, dass die wild gewordenen Tiere Passanten verletzen.

Um das zu verhindern, sollen die Beamten zum letzten Mittel gegriffen haben: Sie zogen gegen 14 Uhr ihre Maschinenpistole und feuerten auf die Wildschweine. Diese seien mit mehreren Schüssen erlegt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen sei sonst niemand verletzt worden.

Täter sollen Zaun des Geheges zerstört haben

Nun gehen die Fahnder davon aus, dass der Zaun ums Gehege zerstört worden ist und deshalb die Schweine ausbrechen konnten. Denn eigentlich sei das Gelände „ordentlich gesichert“ gewesen, heißt es von der Polizei auf SZ-Nachfrage. Deshalb laufe nun ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt.

Um den Fall zu klären, hoffen die Ermittler, dass sich Zeugen melden. Möglicherweise habe jemand beobachtet, wie sich ein Täter zu schaffen gemacht hat.

Hinweise an die Polizei in Wadern: Telefon (0 68 71) 9 00 10.

(hgn)
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