Kasernengelände wird voraussichtlich Ende 2015 frei

Kasernengelände wird voraussichtlich Ende 2015 frei

Saarlouis. General Eberhard Zorn, Kommandeur der Saarlandbrigade, geht davon aus, dass die Fallschirmjägerbrigade 26 die Graf-Werder-Kaserne in Saarlouis bis Ende 2015 geräumt haben wird. Das sagte Zorn gestern Abend als Gast in der Sitzung des Stadtrates. Zorn erläuterte dem Rat die Umrisse der Bundeswehrreform

Saarlouis. General Eberhard Zorn, Kommandeur der Saarlandbrigade, geht davon aus, dass die Fallschirmjägerbrigade 26 die Graf-Werder-Kaserne in Saarlouis bis Ende 2015 geräumt haben wird. Das sagte Zorn gestern Abend als Gast in der Sitzung des Stadtrates. Zorn erläuterte dem Rat die Umrisse der Bundeswehrreform. In ihrem Rahmen wechselt der Stab der Brigade nach Lebach, die Saarlouiser Luftlandepionierkompanie wird aufgelöst. In Saarlouis bleibt das Landeskommando Saar mit 40 Soldaten. Zorn geht davon aus, dass die Veränderungen nicht zu größeren Verwerfungen auf dem Saarlouiser Wohnungsmarkt führen werden. In Saarlouis (ohne Stadtteile) wohnten derzeit 85 Soldaten, im ganzen Kreis 383. Da sie, sofern sie nicht ohnehin aus dem Dienst ausscheiden, meist nach Lebach oder Zweibrücken versetzt würden, blieben sie wohl in Saarlouis wohnen. Den Job verlieren werde kein Soldat. Problematischer sei das Zivilpersonal, das zu einem Teil "im Niedriglohnsektor angesiedelt" sei. Die Anfahrt zu einem anderen Standort kann dann zu teuer werden.Die neue Standortschießanlage in Saarlouis werde zunächst weiter genutzt, sagte Zorn, und zwar zusätzlich auch von Soldaten aus Merzig und Lebach - bis die Merziger Anlage saniert sei. Auch der Standortübungsplatz werde seine Funktion behalten. Der neue, 1,1 Millionen Euro teure Sportplatz sei gebaut worden, weil er vor sechs Jahren geplant worden sei - "und das wurde dann umgesetzt". Neue Baumaßnahmen würden nicht mehr begonnen, angefangene jedoch beendet.

Zorn bedauerte die Entscheidung, die Fallschirmjäger aus Saarlouis abzuziehen.

Der Rat beauftragte (gegen die Stimmen der FWG) die Stadtverwaltung, eine Konversionsgesellschaft zu gründen. Sie soll sich, begründete Grünen-Fraktionschef Gabriel Mahren den Antrag von Jamaika, rasch darum bemühen, das Kasernengelände ins Eigentum zu bekommen. Außerdem solle sie sich um Hilfen von Land, Bund und EU zur Umnutzung des Geländes ("Konversion") bemühen. Die neue Gesellschaft solle zudem eine stadtplanerische Konzeption vorlegen.

General Eberhard Zorn (mit OB Roland Henz) informierte gestern Abend den Stadtrat über die Bundeswehrreform und die Folgen für Saarlouis. Foto: Hartmann Jenal.

< weiterer Bericht folgt