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Fußball-Saarlandliga
Da ist sogar der Trainer überrascht

Rehlingens Markus Fröhlich (hier links im Duell mit dem Mettlacher Artur Kruser) hat seit dem Aufstieg noch einmal einen deutlichen Leistungssprung gemacht.
Rehlingens Markus Fröhlich (hier links im Duell mit dem Mettlacher Artur Kruser) hat seit dem Aufstieg noch einmal einen deutlichen Leistungssprung gemacht. FOTO: Philipp Semmler
Rehlingen. Aufsteiger Rehlingen-Fremersdorf hat sich schnell in der Saarlandliga zurecht gefunden. Von Philipp Semmler

Die Euphorie ist derzeit groß bei den SF Rehlingen-Fremersdorf. Der Aufsteiger in die Fußball-Saarlandliga blickt vor dem Heimspiel an diesem Sonntag um 15.30 Uhr gegen den FC Homburg II auf einen gelungenen Saisonstart zurück. Der als Abstiegskandidat gehandelte Club steht nach acht Spieltagen mit elf Zählern auf Rang zehn der Tabelle. „Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden“, sagt Oliver Hirschauer, der das Team gemeinsam mit Michael Burger trainiert. Hirschauer ergänzt: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so schnell in der neuen Liga akklimatisieren.“


Zumal Rehlingen-Fremersdorf auch in der höheren Liga größtenteils seinem Aufstiegs-Team vertraut. „Das war vor der Saison mein Credo. Ich war überzeugt, dass viele unserer Spieler mit ihren Aufgaben wachsen können – und das ist ihnen bislang auch tatsächlich gelungen“, erklärt Hirschauer. „Zudem sind viele andere Vereine nicht gut damit gefahren, wenn sie nach einem Aufstieg ihr Team komplett umgekrempelt haben.“

Bei den Akteuren, die mit ihren Aufgaben gewachsen sind, denkt der Übungsleiter an Spieler wie den jungen Innenverteidiger Philip Platte (19), den 25-jährigen Mittelfeldspieler Markus Fröhlich oder den ebenfalls 25-jährigen „Flügelflitzer“ Yannick Spath. „Sie haben einen großen Schritt nach vorne gemacht“, lobt Hirschauer.



Der gute Start ist bei den SF aber auch das Ergebnis harter Arbeit. „Andere Teams in dieser Liga sind gespickt mit Akteuren, die schon in der Oberliga oder sogar in der Regionalliga gespielt haben. Die haben wir nicht, deshalb müssen wir das mit Laufbereitschaft und Einsatz kompensieren. Das ist uns bislang gelungen. Wir funktionieren als Kollektiv sehr gut. Sogenannte Stars haben wir nicht“, sagt Hirschauer.

Der Trainer warnt aber auch: „Wir dürfen keinen Deut nachlassen, denn allzu groß ist der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ja nicht.“ Bei drei oder vier Absteigern haben die SF aktuell vier Zähler Vorsprung vor der roten Linie.

Aber immerhin: Am vergangenen Sonntag brachte Rehlingen Mitaufsteiger SV Rohrbach die erste Heimniederlage seit März 2017 bei. Die Sportfreunde siegten mit 2:1. Dabei gab auch Spielertrainer Michael Burger sein Comeback nach viermonatiger Pause wegen einer Schambeinverletzung. Nicht mit dabei war dafür allerdings Routinier Tim Kallenborn, der wegen eines Syndesmosebandanrisses noch drei Wochen ausfällt. Der 36-Jährige zog sich diese Verletzung bei der 0:1-Niederlage bei der SV Elversberg II Ende August zu. Sogar bis zur Winterpause muss der Liganeuling auf Nico Irsch und Sarhe Ciftci verzichten. Irsch ist studienbedingt in München, Ciftci aus demselben Grund in Stockholm.