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Start mit 41 Demonstranten

Völklingen. Die Demonstration gegen Steuerverschwendung fiel kleiner aus als geplant. Doch Initiator Marc Reinstein bleibt unverdrossen. „Großes entsteht immer im Kleinen“, zitiert er den Werbeslogan des Saarlandes. Frank Bredel

Beim Start waren es 41 Demonstranten . Sie mussten den Gehweg benutzen. Erst ab 50 Personen hätte die Polizei die Nutzung der Stadion-straße erlaubt. Doch Marc Reinstein war alles andere als betrübt. "Großes entsteht immer im Kleinen", zitierte er den Werbeslogan des Saarlandes und startete am Samstag einen Protestmarsch des "Bündnisses für verantwortungsvolle Politik" gegen die Steuerverschwendung in der Mittelstadt vom Stadion zum Rathaus. "Wir sind eine private Initiative, kein Verein, keine Partei. Ich bin ein Wahlvölklinger, den es einfach nervt, dass der Oberbürgermeister seine Fehler einfach aussitzen und sich wegducken kann, ohne Verantwortung übernehmen zu müssen. Wir machen so lange weiter, bis der Oberbürgermeister seinen Hut nimmt", sagt der Ingenieur, der im Kraftwerksbereich arbeitet. Tierschützer schlossen sich seinem Protestzug an und prangerten Tierquälerei in der Fischzucht an.

Bei einer Abschlusskundgebung zwischen Rathaus und Wochenmarkt machte Reinstein seinem Ärger Luft. Die Stadt gefährde leichtsinnig die Arbeitsplätze bei den Stadtwerken. Die Kontrollgremien versagten vollständig. Wichtige Entscheidungen würden bewusst unter Ausschluss der Öffentlichkeit getroffen und das Ansehen der Stadt ruiniert. Sein Bündnis sieht Reinstein als Zusammenschluss der Bürger. "Ich bin parteilos. Und ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine Demo organisiere. Aber so kann es nicht mehr weitergehen. Beim Museumsneubau in Saarbrücken oder dem Desaster am HTW-Neubau will auch niemand Verantwortung übernehmen. Das muss sich ändern", klagt der 37-jährige Unternehmer. Weitere Demonstrationen sollen folgen.

Am Marsch am Samstag beteiligten sich auch Politiker der Linken . Parteivorsitzender Christoph Gottschalk verwahrte sich in diesem Zusammenhang dagegen, "alle Parteien über einen Kamm zu scheren".