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Ortsrat vor Ort
Jugendverkehrsschule bald auch am Wochenende geöffnet?

Ein Blick auf das Gelände der Jugendverkehrsschule an der Gärtnerstraße.
Ein Blick auf das Gelände der Jugendverkehrsschule an der Gärtnerstraße. FOTO: Andreas Lang / Picasa
Völklingen. Mit Hilfe eines – noch zu gründenden – Fördervereins könnten in der Völklinger Verkehrs­schule sogar Kindergeburtstage gefeiert werden. Das ergab sich beim Besuch des Ortsrats. Von Andreas Lang

Die Wände im Ausbildungsraum der Jugendverkehrsschule Völklingen am Rande des Bürgerparks sind ringsum behangen mit Dankes-Collagen. Nicht nur Klassen aus den Völklinger Grundschulen danken dafür, dass ihnen Polizisten als Ausbilder das theoretische und praktische Rüstzeug für die Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad vermittelt haben. Auch Basteleien aus der Nachbarschaft der Mittelstadt zeugen von der Dankbarkeit der jüngsten Verkehrsteilnehmer, etwa aus den Saarbrücker West-Stadtteilen Altenkessel und Gersweiler oder von der Köllertalschule.


Vormittags sind die Grundschüler in der Jugendverkehrsschule an der Reihe, wie Anke Boutter, eine der ausbildenden Polizistinnen, jetzt beim Besuch des Völklinger Ortsrates um den stellvertretenden Ortsvorsteher Uwe Steffen (CDU), informierte.

Auch ein großer Teil der Ortsratsmitglieder scheint positive Erinnerungen an den Schulungsort in Sachen Verkehrssicherheit bewahrt zu haben. Gerne nehmen sie Platz auf den für sie viel zu kleinen, weil für Kinderpopos gedachten Stühlen. Fast alle Grundschüler aus Völklingen und Umgebung waren als Viertklässler hier. Fünf Besuche samt Unterricht und Radeln auf der anspruchsvollen Strecke mit Straßenmarkierungen und Verkehsschildern stehen an, ehe die Schüler dann – nach einer abschließenden Prüfung – den so genannten Fahrradführerschein in Händen halten.



Die wichtigen Regeln für den Straßenverkehr zu vermitteln, fällt übrigens immer schwerer. „Immer mehr Schüler haben Probleme, die deutsche Sprache zu verstehen“, berichtet Boutter. Einige wenige seien auch auf dem Rad nicht sicher genug; der Großteil absolviere die Ausbildung aber erfolgreich.

Nachmittags, sagt Boutter, geht es zur Ausbildung in die Kindergärten. Mit den Ältesten üben sie dort den sicheren Schulweg ein. Donnerstagsmittags ist freies Fahren in der Jugendverkehrsschule. Ein sehr beliebtes Angebot, wie sich auch beim Ortsratsbesuch zeigt. Aber einfach dort die Kinder für einige Zeit abgeben, wie etwa im Sportverein zum Training, ist hier nicht. Boutters Hinweis: „Die Aufsichtspflicht obliegt auch hier beim freien Fahren den Erziehungsberechtigten, und so müssen sie anwesend sein.“ Gleiches gilt während der schulischen Verkehrserziehung, auch da übernähmen die Beamten die Aufsichtspflicht nicht; die liege dann bei den Lehrern.

Oft fragten auch Eltern an, ob sie denn nicht den Kindergeburtstag ihrer Nachkommen auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule feiern könnten. Theoretisch ginge das, zumindest über das Wochenende, wenn die Anlage meist ungenutzt sei. Aber: „Mein Dienstherr“ würde sie dafür in dieser Zeit aber wohl kaum abstellen, vermutet Boutter. Ebenso wenig würde die Stadt, so meint sie, wohl keinen Verwaltungsmitarbeiter abstellen, der die Anlage aufsperrt, die Übungs-Räder ausgibt und wieder annimmt. Auch die Reinigung im Anschluss an die Feier müsse gewährleistet sein.

All das ginge wohl nur, wenn Ehrenamtliche eines zu gründenden Fördervereins diese Aufgaben übernehmen würden, lautete die Ansicht im Ortsrat.

Uwe Steffen und Ausbilderin Anke Boutter informierten.
Uwe Steffen und Ausbilderin Anke Boutter informierten. FOTO: Andreas Lang / Picasa