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Wasgau-Markt auf Heidstock schließt
SPD lehnt CDU-Idee mit Extra-Bus zum Einkauf ab

Heidstock. „Möglichkeiten gibt es sehr wohl jetzt schon.“

Der CDU-Ortsverband Heidstock hatte jüngst bedauernd mitgeteilt, dass der Wasgau-Markt im Stadtteil Ende August schließen werde. Und gleich einen Vorschlag gemacht, wie man den Verlust des einzigen Einkaufsmarkts ausgleichen könne für diejenigen Stadtteilbewohner, die schlecht zu Fuß sind und kein eigenes Auto besitzen: Ellen Seewald, Stadtverordnete und Vorsitzende der Heidstocker CDU, hatte die Völklinger Stadtwerke gebeten, zu prüfen, ob sich nicht ein Shuttlebus installieren lasse, der zweimal täglich von der Heidstocker Gerhardstraße zum Luisenthaler Netto-Markt fahre und nach relativ kurzer Zeit wieder zurück (wir berichteten).


Über diese Idee hat nun auch die SPD Heidstock diskutiert. Freilich mit negativem Ergebnis, wie der Vorsitzende Wolfried Willeke mitteilt, Stadtverordneter auch er.

 So sehr die SPD Heidstock ihrerseits die Schließung des Wasgau-Marktes bedauere, so erscheine es den Heidstocker Sozialdemokraten etwas seltsam, die Angelegenheit jetzt „auf die Allgemeinheit abzuschieben“, schreibt Willeke in seiner Mitteilung. Ein öffentlicher Betrieb, wie es die Stadtwerke-Tochter Völklinger Verkehrsbetriebe ist, könne nicht einfach einen Service einrichten, „und dann auch noch wettbewerbsverzerrend zu einem Geschäft“. Eben das, meint Willeke, hätte die CDU-Vorsitzende eigentlich wissen müssen, denn sie gehöre ja dem Aufsichtsrat der Völklinger Verkehrsbetriebe an.



Zudem hätten nicht-motorisierte Bürger schon jetzt Möglichkeiten, mit dem Bus vom Heidstock aus zum Einkaufen zu fahren – „dank der Initiative der SPD mit der Linie 187 auch für die Bewohner, die nicht im Bereich der Gerhardstraße wohnen“. Und an Samstagen gebe es auch heute schon Bus-Verbindungen nicht nur in die Innenstadt, sondern auch nach Luisenthal, und zwar zu allen dortigen Einkaufsmärkten.