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„Effektiver und brutaler werden“

„Effektiver und brutaler werden“

Obwohl die Mannschaft immer wieder viele Torchancen vergibt, belegt Völklingen Rang vier. Nun kommt der Tabellenzweite Schott Mainz zu Röchling. Bei einem Sieg wären die Völklinger punktgleich mit den Mainzern.

Es ist eine Gelegenheit, um sich an der Tabellenspitze festzubeißen: An diesem Sonntag empfängt Fußball-Oberligist SV Röchling Völklingen um 15 Uhr Schott Mainz im Hermann-Neuberger-Stadion. Röchling liegt als Tabellenvierter drei Zähler hinter dem Tabellenzweiten Mainz. "Das ist ein absolutes Topspiel. Bei einem Sieg wären wir punktgleich, das ist für uns ein Riesenansporn", sagt Mittelfeldspieler Nico Zimmermann, der mit sechs Toren Röchlings Top-Torschütze ist. Der 31-Jährige war es auch, der den 1:0-Sieg beim punktlosen Schlusslicht Spvgg. Burgbrohl am vergangenen Spieltag sicherte.

In der Partie in Burgbrohl wurde ein Manko der Mannschaft von Trainer Günter Erhardt wieder deutlich: Wie beim 3:3 beim FV Diefflen oder beim 2:1-Heimsieg gegen den FSV Salmrohr vergab Völklingen etliche Chancen. Zimmermann fordert: "Wir müssen effektiver und brutaler werden." Schließlich werde es Spiele geben, in denen sich nicht so viele Chancen bieten. Und vielleicht ist die Partie gegen Mainz ein solches. Im Rückspiel in der vergangenen Saison ließen die Völklinger mehrere Möglichkeiten aus und verloren durch ein Gegentor in der Nachspielzeit mit 0:1. Zimmermann hat die Mainzer "als spielstarke, junge und ehrgeizige Mannschaft" in Erinnerung. Und als Mannschaft, deren Stärken vor allem im Angriff liegen - wie 28 Tore in zehn Partien zeigen.

Zuletzt besiegte Schott Mainz den Vizemeister SC Hauenstein zu Hause mit 4:0. Großen Anteil am starken Auftreten der Mainzer hat ein Saarländer: Janek Ripplinger, ehemaliger Spieler der SF Bachem-Rimlingen, traf in der Partie gegen Hauenstein zum 1:0 - und damit schon zum elften Mal. Der 25-Jährige hat als Ersatz für den zum Regionalligisten FK Pirmasens abgewanderten Can Özer voll eingeschlagen. Für Zimmermann, der im vergangenen Februar von der SV Elversberg nach Völklingen gewechselt war, gilt das ebenfalls. "Es passt alles. Wir haben eine gute Mannschaft, in der es Spaß macht zu spielen", betont "Zimbo". Er will auf jeden Fall noch "zwei, drei Jahre dranhängen", wobei sich der Schwerpunkt für den ehemaligen Profi verlagert hat. Er hat inzwischen ein duales BWL-Studium begonnen: "Irgendwann ist es mit dem Fußball nun mal vorbei. Von daher ist mir das Studium jetzt sehr wichtig", sagt Zimmermann.

Bei einer Prognose, was für Röchling in dieser Saison drin ist, hält sich Zimmermann bedeckt: "Es bringt nichts, davon zu träumen, was in einem halben Jahr sein könnte." Es zähle die Gegenwart - und da will auch er die Chance nutzen, sich mit Völklingen oben in der Tabelle festzubeißen. Auch deshalb bekam Zimmermann nebst einigen weiteren Stammspielern am vergangenen Mittwoch eine Pause. Dennoch hatte Völklingen in der vierten Runde des Saarlandpokals keine Probleme. Beim Landesligisten SC Wemmetsweiler gewann der Oberligist mit 7:1 (4:0). Dominic Altmeier und Samir Louadj trafen doppelt. Die weiteren Tore erzielten Moritz Zimmer, Marvin Wollbold und Artur Schneider.