Die Zukunft ist nix für Kinderhasser

Energie von morgen : Kein Allheilmittel, aber ein wichtiger Schritt

Ist der HydroHub-Fenne, ist die Wasserstoff-Technologie ein Heilsbringer? Sind Wasserstoff und Brennstoffzellen diese eine große Sache, die der Menschheit auf einen Schlag eine wunderbare Zukunft bringt, die Umwelt und Klima rettet?

Nein, natürlich nicht – solche „Mit einem Fingerschnipp ist alles gut“-Geschichten hätten wir zwar gern, sie sind im echten Leben aber nicht an der Tagesordnung.

Was wir jedoch gern übersehen: Während ein Unglück in einer Sekunde passiert, während Kriege und Katastrophen ihren Platz in den Medien finden, geschieht die positive Entwicklung der Welt langsam und unbemerkt. Noch um 1850 starb in Deutschland jedes zweite (!) Kind vor seinem fünften Geburtstag, heute jedes 250. Im Jahr 1970 starben in Deutschland 21 332 Menschen im Straßenverkehr, 2016 waren es, trotz deutlich mehr Fahrzeugen, nur 3300. Der Hunger in der Welt ist – anders als es uns Bilder im Fernsehen glauben machen könnten – zurückgegangen, der Nahrungsanbau gestiegen. Das alles geschieht auch dank Wissenschaft und technischem Fortschritt. Und dort reiht sich auch die Wasserstoff-Technologie ein: In die vielen, im Rückblick oft kaum bemerkten Schritte, die uns die Chance auf eine anständige Zukunft geben.

Ungebremster Fortschrittsglaube? Sicher nicht. Immer genau hinzuschauen und wo nötig die Bremse zu ziehen ist durchaus angebracht. Man muss aber nicht gleich einen Schreikrampf bekommen, wenn aus einem Wald ein Windrad aufragt. Das uns angeborene Beharrungsvermögen und ein „es war doch schon immer so“ wird uns jedenfalls bei den meisten Problemen nicht weiterhelfen, auch nicht beim Umweltschutz oder dem wachsenden Energie-Hunger – und auch nicht dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Um es mal etwas flapsig zu sagen: Soll der Laden weiter laufen, dann sind wir letztlich dazu verdonnert, uns auch technisch weiterzuentwickeln. – Es sei denn natürlich, Sie hassen Ihre Kinder oder Enkel.