Wo die Welt fast in Ordnung ist

Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz hat gestern Bischmisheim besucht. Bei ihrem Rundgang unterhielt sich die Verwaltungschefin mit den Bürgern und nahm dabei Kritik, Anregungen und Lob entgegen.

In Bischmisheim sei die Welt noch in Ordnung. "Größtenteils", sagte Delf Slotta, Vorsitzender des örtlichen Kulturrings. 39 Vereine gehören diesem Ring an, den Slotta "als Klammer um das örtliche Geschehen" sieht. Darum hat der Kulturring auch im Vorfeld der Stadtteiltour - gestern besuchte Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz den 4200-Seelen-Ort - die Anregungen, Beschwerden aber auch das Lob der Bischmisheimer Bürger für ihre Stadtverwaltung gesammelt und an sie weitergeleitet.

Rund 35 Frauen und Männer nahmen gestern dann die Gelegenheit wahr, der Oberbürgermeisterin, die gemeinsam mit Pressesprecher Robert Mertes und Carmen Dams, Leiterin des Grünanlagen-Amtes, nach Bischmisheim gekommen war, auf ihrem Stadtteilrundgang zu begleiten.

Ihren Anfang nahm die Tour an der Schinkelkirche in der Gartenstraße. Die achteckige Kirche war auch gleich Teil des ersten Bürger-Anliegens. "Wir haben inzwischen viele Veranstaltungen in der Kirche und unsere Kirche ist mittlerweile überregional bekannt", erläuterte Slotta. Kirchengemeinde und Stiftung Schinkelkirche seien darüber hinaus äußerst bemüht, "die Kirche noch weiter nach vorne zu bringen". Doch das passende Licht fehle. Oftmals sei es in dem Gotteshaus viel zu dunkel. "Wir haben jetzt mit dem Lichtkünstler Link aus Saarbrücken ein Lichtkonzept erarbeitet", berichtete Slotta. 40 000 Euro würde die Umsetzung des Konzepts kosten. "Und wir wären natürlich froh, wenn uns die Stadt bei diesem Projekt die eine oder andere Türe öffnen könnte." Zudem sei es wünschenswert, die Schinkelkirche stärker in das touristische Konzept der Landeshauptstadt einzubeziehen. Dafür erntete Slotta reichlich zustimmendes Kopfnicken. Auch bei Britz schien er damit auf offene Ohren zu stoßen.

Nächste Station war der Brunnen in der Dorfmitte. Der Born wird von zwei hochgewachsenen Birken eingerahmt, was einer Anwohnerin nicht gefällt. Die Bäume seien zu groß und müssten dringend zurückgeschnitten werden, forderte Martina Keller. "Ich habe Angst, dass bei einem Sturm Äste abbrechen und aufs Haus fallen." Carmen Dams beruhigte die Frau und versicherte, dass die Bäume regelmäßig auf Konstitution und Gesundheit geprüft würden. Ein Zurückschneiden sei demnach nicht angebracht. Dennoch versprach Dams, die Bäume erneut in Augenschein nehmen zu lassen. Dann ging es weiter ins Oberdorf, wo ein Bolzplatz einen neuen Deckbelag benötigt.

Ein neuer Deckbelag ist es, der auch auf dem neugestalteten Turnerplatz noch fehlt. "Wir sind aufgrund des langen Winters etwas hinter dem ursprünglichen Zeitplan", sagte Dams. Doch bis zur Kirmes am 7. September soll alles zumindest provisorisch fertig sein. "Im Oktober kommt dann die richtige Deckschicht drauf und im November werden Bäume gepflanzt, dann ist der Platz fertig." 300 000 Euro wird die Sanierung gekostet haben.