Stadt reinigt Gehwege an Hauptstraßen bald selbst

Wo viele Menschen unterwegs sind, da bleiben leider oft auch viel Dreck und Müll liegen. So auch auf den Gehwegen der Hauptverkehrs- und Ortseingangsstraßen. Um das Erscheinungsbild zu verbessern, wird dort bald öfter gereinigt. Und das übernimmt dann der ZKE.

Die Stadt Saarbrücken ist nicht zufrieden mit der Sauberkeit der Gehwege an den Hauptverkehrs- und Ortseingangsstraßen. Sowohl bei den Bürgern als auch bei Besuchern bestimmten aber gerade diese Achsen den ersten Eindruck, so die Werkleitung des Zentralen Kommunalen Entsorgungsdienstes (ZKE). Die hohe Verschmutzung führen die Verantwortlichen darauf zurück, dass die Eigentümer der Häuser meist nicht am Ort wohnen und nicht wissen, wie es dort aussieht. Die Hausordnung der meisten Immobilien verlangt von den Mietern die einmalige Gehwegreinigung je Woche, was aber nicht reicht, um des täglich weggeworfenen Drecks Herr zu werden. Wenn der ZKE Hauseigentümer zur Gehwegreinigung auffordert, kommt gern die Frage: Könnt ihr das nicht als Stadt erledigen, wo ihr doch ständig die Straßen kehrt, also sowieso da seid? In der Tat wird dies nun passieren.

Wie schon im Nauwieser Viertel übernimmt der ZKE voraussichtlich ab diesem Herbst in den wichtigsten Einfall- und Durchgangsstraßen auch die Gehwegreinigung, und zwar bis zu fünfmal wöchentlich. Die erhöhten Reinigungsgebühren sind von den Hauseigentümern zu tragen, fallen aber dem Vernehmen nach nicht sehr ins Gewicht. Ein Haus mit einer Front von zehn Metern verursacht bei fünfmaliger Reinigung in der Woche jährliche Kosten von 37,50 Euro.

Der Bezirksrat Mitte, der einstimmig einverstanden war, erfuhr auf Anfrage, dass die Gehwegreinigung im Nauwieser Viertel durch den ZKE "nur positive Ergebnisse" bringe. Beschwerden gebe es aber über die Lautstärke der Kehrmaschinen, die gegen 6.30 Uhr loslegen. Das sei nicht anders zu machen, denn bald danach kämen schon Liefer- und Berufsverkehr, hieß es zur Begründung.