Rückkehr in die 2. Liga?

Die zweite Mannschaft des 1. FC Saarbrücken-Tischtennis steht kurz vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Im Mai muss das Team in die Relegation. Die Planung für die nächste Saison ist dabei fast schon abgeschlossen.

Aufstieg in die 2. Tischtennis-Bundesliga - dieses Ziel formulierten die Verantwortlichen des 1. FC Saarbrücken-Tischtennis zu Beginn der Saison für ihre zweite Mannschaft. Mitte März schien der FCS II drauf und dran, dieses Ziel auf direktem Wege zu erreichen. Mit einem furiosen 6:1-Sieg gegen den schärfsten Konkurrenten TV Hilpoltstein setzte sich die Mannschaft an die Spitze der Drittliga-Tabelle. Nur noch zwei Siege fehlten bis zum Meistertitel. Doch die Freude währte nur kurz. Im vorletzten Saisonspiel gab die Saarbrücker Reserve überraschend einen Punkt gegen den FSV Mainz 05 ab (5:5) und fiel wieder auf Tabellenrang zwei zurück. Nun muss die Mannschaft den Umweg über die Relegation gehen, um den Aufstieg perfekt zu machen.

Am 17. Mai um 14 Uhr treffen die Saarbrücker im Entscheidungsspiel auswärts auf den SV Brackwede, Zweitplatzierter der 3. Liga Nord. Auch wenn die Verantwortlichen vor dem starken Gegner warnen, ist der Aufstieg für den FCS doch Pflicht. Denn der Verein hat die Planungen für die neue Saison schon weit vorangetrieben. Spitzenspieler Cedric Nuytinck verlässt das Saarland nach vier Jahren, sein Ziel ist die Tischtennis-Bundesliga. Marc Golla geht nach nur einem Jahr in Saarbrücken zurück zur TTC Bietigheim-Bissingen.

Den Abgängen stehen vier Neuzugänge gegenüber. Prominentester ist der Italiener Leonardo Mutti. Der 19-Jährige ist frisch gebackener italienischer Meister und gilt als eines der größten Tischtennis-Talente in Europa. Hinzu kommen Dennis Klein von Zweitliga-Absteiger TTC Weinheim sowie Marcus Hilker von den Füchsen Berlin und Andrey Semenov vom TTC Wehrden, der nun in die Regionalliga aufsteigt.

"Wir haben diese Saison gemerkt, dass wir auch mit fünf Spielern Probleme bekommen, wenn jemand verletzt ist", kommentiert Betreuer Nicolas Barrois die vielen Zugänge. Das ursprüngliche Ziel, junge Saarländer an den Spitzensport heranzuführen, hat Sportchef Erwin Berg zwar immer noch im Hinterkopf. Doch aufgrund derzeit fehlender Talente hat sich der FCS dazu entschlossen, die Suche nach jungen Spielern auf das gesamte Bundesgebiet auszuweiten. Jetzt muss das aktuelle Team nur noch die Relegation gewinnen, damit die Neuzugänge auch in der 2. Liga spielen können.