So macht Französischlernen Spaß

Seit 2012 gibt es das Projekt France Mobil, eine Initiative der französischen Botschaft. Deutsche Schüler sollen so vertraut werden mit der franzöischen Sprache und Kultur. Jetzt war das France Mobil an der Robert-Schuman-Schule zu Gast.

Alle Schüler der Robert-Schuman-Schule beginnen in der fünften Klasse mit der Fremdsprache Französisch. Die freundliche Begrüßung einer Besucherin aus dem Nachbarland ist da natürlich kein Problem. "Bonjour, Madame Caillol", rufen die Jungs und Mädchen der Klasse 6.1 am Mittwochvormittag. Der nette Gast kennt noch einen weiteren Willkommensgruß: Küsschen links, Küsschen rechts. "Salut!"

Mit dem France Mobil macht Caillol bei den Fünft- und Sechstklässlern am Standort Großrosseln Station. Geredet wird fast ausschließlich Französisch. "Moi, je m'appelle Mathilde", sagt die 25-Jährige. Sie stammt aus St. Etienne. Neben einer erstklassigen Fußballmannschaft, erfahren die jungen Zuhörer, gibt es in der Stadt auch eine Schokoladenfabrik. Dann stellen sich die Kinder vor. Sie nennen Namen, Alter, Wohnort und Anzahl der Geschwister. Caillol erfährt außerdem, dass die Schüler gerne schwimmen, Tennis spielen und kicken.

Ungewöhnlicher Unterricht

Die ungewöhnliche Unterrichtsstunde endet mit einem Zuordnungsspiel: Einige Kinder erhalten Postkarten aus französischen Städten, ihre Kollegen bekommen Supermarkt-Spezialitäten in die Hand gedrückt. Welches Lebensmittel gehört zu welchem Ort? Schnell finden sich die richtigen Paare: Senf kommt aus Dijon, und Camembert wird in der Normandie produziert. Die Schüler und ihr Gast verstehen sich prima. "Ihr könnt schon ganz schön viel, sehr gut", lobt Mathilde Caillol.

"France Mobil" ist eine Initiative der französischen Botschaft und der Robert-Bosch- Stiftung. Seit 2002 besuchen junge Franzosen deutsche Schulen, um über das Nachbarland zu informieren und Spaß an der französischen Sprache zu vermitteln. Insgesamt sind in Deutschland zwölf France-Mobil-Referenten unterwegs.