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Regelmäßige Darmkrebsvorsorge ist für jeden ratsam

Saarbrücken. Der SZ-Telefondoktor beantwortete Fragen zum Thema Darmkrebs. Wir drucken einen Auszug aus einer Telefon-Beratung.

Anruferin (62): In meiner Familie ist noch nie Darmkrebs aufgetreten. Ich habe auch keine Probleme mit Magen oder Darm. Sollte ich trotzdem zur Vorsorge gehen?

Telefondoktor: Die Tatsache, dass es in Ihrer Familie noch keinen Darmkrebs gab, sagt nur aus, dass bei Ihnen statistisch gesehen kein erhöhtes Darmkrebs-Risiko besteht. Aufgrund Ihrer persönlichen körperlichen Veranlagung oder Lebensweise können Sie aber durchaus an Darmkrebs erkranken. Auch wenn Sie sich gesund und fit fühlen, können Sie sich nicht absolut sicher fühlen. Darmpolypen und Darmkrebs im Frühstadium tun nicht weh. Wenn sich der Krebs durch krampfartige Schmerzen, Müdigkeit oder Gewichtsverlust bemerkbar macht, ist er meist schon so weit fortgeschritten, dass eine Erfolg versprechende Behandlung nicht mehr möglich ist.

Darmkrebs lässt sich aber relativ einfach frühzeitig erkennen und dann ausgesprochen gut behandeln. Gesetzlich Versicherte zwischen 50 und 54 Jahre haben deshalb jedes Jahr Anspruch auf einen Test, bei dem der Stuhl auf Blut untersucht wird. Dies bietet aber leider keine absolute Sicherheit. Da Sie über 55 Jahre alt sind, haben Sie noch zusätzlich Anspruch auf eine Darmspiegelung (Koloskopie), das beste Untersuchungsverfahren. Eine Darmspiegelung dauert nur etwa 15 bis 20 Minuten und ist weitgehend schmerzfrei.