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| 20:07 Uhr

Red Bull Cola bleibt vorerst im Handel

Saarbrücken. Seit Freitagnachmittag gibt es im Tankzentrum Saarbrücken keine Red Bull Cola mehr zu kaufen. Pächter Thomas Bürkle (44) hatte die blau-roten Dosen sofort aus dem Regal genommen, nachdem ihm ein Schreiben seines Getränkelieferanten ins Haus geflattert war Von SZ-Redaktionsmitglied Ivonne Schnell

Saarbrücken. Seit Freitagnachmittag gibt es im Tankzentrum Saarbrücken keine Red Bull Cola mehr zu kaufen. Pächter Thomas Bürkle (44) hatte die blau-roten Dosen sofort aus dem Regal genommen, nachdem ihm ein Schreiben seines Getränkelieferanten ins Haus geflattert war. "Die Lebensmittelüberwachungsbehörden haben uns informiert, dass das Produkt 'Red Bull Cola' wegen des Nachweises von Kokain als Lebensmittel nicht verkehrsfähig sei und unter das Betäubungsmittelgesetz fällt", hieß es darin.

Chemiker des nordrhein-westfälischen Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit hatten bei einer Stichprobe 0,4 Mikrogramm Kokain pro Liter in der Cola gefunden. Eine Münchner Unternehmenssprecherin dementierte gestern diesen Befund: "Das von uns beauftragte Gutachten des österreichischen Instituts Belan hat keine Kokainspuren nachweisen können." Der saarländische Gesundheitsminister Gerhard Vigener mahnte unterdessen zur Besonnenheit: "Für Panikmache gibt es keinen Grund."

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stufte gestern Nachmittag dann das Getränk als gesundheitlich ungefährlich ein. Ein bereits an das Bundesverbraucherministerium weitergeleiteter Zwischenbericht habe ergeben, dass es erst ab Mengen zu einer Gefährdung komme, die kein Mensch trinken könne, sagte eine Sprecherin des Bundesinstituts am Montag in Berlin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Demnach treten erst negative Effekte auf die Gesundheit ab einem Verzehr von 4,8 Milligramm Kokain pro Liter und Tag auf, in einer in Nordrhein-Westfalen genommenen Probe wurden aber nur 0,4 Mikrogramm gefunden. Für eine Gesundheitsgefährdung müssten also pro Tag 12 000 Liter Red Bull Cola getrunken werden.

Die Drogenbeauftragte der Unions-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn (CSU), nannte gleichwohl das Verbot des Getränks in mehreren Bundesländern richtig. "Selbst wenn die Untersuchung des Bundesamtes für Risikobewertung ergeben sollte, dass die Red Bull Cola nicht gesundheitsgefährdend ist, kann es nicht angehen, dass sich Lebensmittel in Verkaufsregalen befinden, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, weil sie harte Drogen wie Kokain enthalten", erklärte Eichhorn. isc/afp