Nachwuchskünstler machen Skulpturen aus Kaninchendraht

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Wie viel Wahrheit in diesem legendären Zitat des Komikers Karl Valentin steckt, konnten die jungen Teilnehmer des Workshops "The Limboes - Skulpturen aus Gips und Draht" im Atelier des Saarlandmuseums erfahren.

Nachdem sich die Kinder zwischen acht und elf Jahren gemeinsam mit Workshopleiterin Stefanie Albrecht zunächst von den hängenden Skulpturen "The Limboes" des skandinavischen Künstlers Olav Christopher Jenssen inspirieren ließen, ging es schließlich in die "Werkstatt" des Saarlandmuseums, um die gerade gewonnenen Ideen mit Kaninchendraht und Gipsbinden zum Leben zu erwecken. Eine wichtige Lektion für die jungen Künstler: je ausgefallener die Idee, desto mehr Arbeit bei der Umsetzung in ein fertiges Kunstwerk. Wie forme ich aus Kaninchendraht ein Grundgerüst für einen Hund? Oder einen Engel, eine afrikanische Maske, einen Pilz oder auch nur eine scheinbar einfache Kugel? Da wurde geschnitten und gebogen, geknotet, gebunden und fast schon kreative Schwerstarbeit geleistet, nur um endlich die Skulpturen mit reichlich Gipsbinden überziehen und ihnen so die ausgedachte Form und Gestalt geben zu können. "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit", wird der eine oder andere der kleinen Künstler am Abend auch seinen Eltern berichtet haben.

Die Werkstatt-Workshops für Experimentierfreudige ab zehn Jahren werden mit Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen Kulturbesitzes angeboten. Nächster Workshop-Termin ist Samstag, 10. Januar, 15 bis 17 Uhr. Dann heißt es "Hey, wer malt denn jetzt". Es geht um Malerei und Trickfilm. Eine Führung durch die Jenssen-Ausstellung gibt es an Sonntag, 11. Januar, 15 bis 16 Uhr in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums.