Rezepte gegen Abgas, Krach, Unfälle, Verkehrsinfarkt

Auf SZ-Anfrage hatte das Saarbrücker Baudezernat die wichtigsten Verkehrsströme in der Landeshauptstadt aufgezählt und erläutert, was die Stadtverwaltung von den meistdiskutierten Ideen für Umgehungsstraßen hält. SZ Leser kommentierten die Auskunft der Stadt auf Facebook.

Um die Saarbrücker Verkehrsplanung ging's im SZ-Artikel "Stadt im Kampf mit Blechlawinen" (Silvesterausgabe). Denn mit offiziell 66 Prozent hat Saarbrücken eine der höchsten Pendlerquoten in der Bundesrepublik. Nach Lektüre des Artikels machten SZ-Leser auf der Facebook-Seite "Leben in Saarbrücken " ebenfalls Vorschläge, wie dem Problem beizukommen sei.

Manuel Marz empfahl: "Mal die Ampelführung überdenken!"

Mo Ritz meint: "Wir bräuchten einen vernünftigen öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) - dann würde sich das Problem selber lösen."

José Maicas, Stadtverordneter der Piraten-Partei, glaubt: "Umgehungsstraßen bringen rein gar nichts. Die Einpendler wollen ja nach Saarbrücken rein. Ein Ausbau der innerstädtischen Straßen führt zu noch mehr Verkehr und einer Steigerung der Lärmbelästigung für Anwohner. Was Saarbrücken braucht sind attraktive Park-and-Ride(P+R)-Parkplätze außerhalb(!) der Stadt entlang der Saarbahnstrecke und eine Taktverdichtung (5-Minuten-Takt) der Busse in der Innenstadt, die die Pendler von Ost nach West und von Süd nach Nord bringen."

Patrick Miethke warnte: "Die sollen nur nicht die total bekloppte Idee verwirklichen und Fahrradspuren auf die Wilhelm-Heinrich-Brücke machen. Schaut doch nur mal in die Eisenbahnstraße, da sind Radwege auf der Fahrbahn....., nur keiner nutzt sie! Die Fahrradfahrer nutzen lieber die breiten Gehwege. Und bei dem Verkehr auf der WHB wird es sicher nicht anders!"

Rolf Klöckner stellte fest: "Verglichen mit andern Städten fahren in Saarbrücken nie Busse, wenn ich einen brauche! Da gibt es kein Konzept, außer eine gewisse Verweigerung! Also nehmen alle das Auto!"

Sandra Barina kritisierte: "Vor allen Dingen sind die Preise für Bus und Saarbahn so was von teuer. Da war selbst die U-Bahn in New York billiger. Zwei Dollar zirka für 'ne Fahrt rundum - wenn man in einer Richtung bleibt. Was es mit den Parkplätzen auf sich hat - für Q-Park z.B. - da hat sich die Stadt auf mehrere Jahre verpflichtet. Hauptsache man hat Geld für so ein beknacktes Spaß-Bad. Park-and-Ride- Parkplätze, bezahlbare Parkplätze das wäre mal was. In anderen Städten im Saarland geht's doch auch."