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Mehr als 250 000 Besucher beim Saar-Spektakel in Saarbrücken

Mehr als 250 000 Besucher beim Saar-Spektakel in Saarbrücken

Zahlreiche prominente Sänger und Bands, Spiel und Spaß an und auf der Saar sowie Hunderttausende, die begeistert zuschauen: Das Saar-Spektakel wurde auch in diesem Jahr seinem Ruf gerecht.

> Gesanglich versiert statt mit schrillen Tönen, Friedensbotschaften statt Provokation, Gospelsongs statt Punktitel: Nina Hagen war am Samstagabend nicht nur der Stargast beim Saar-Spektakel, zu dem insgesamt zwischen 250 000 und 260 000 Besucher (Veranstalter-Angabe) kamen, sondern sorgte bei ihrem rund 40-minütigen Auftritt auf der Bühne vor dem Staatstheater auch für die wohl größte Überraschung im diesjährigen Programm. Mit einem auf das Saarland umgemünzten Text zu dem Jazz-Klassiker "Summertime" begann die 60-Jährige ihr Akustik-Konzert. Ob Titel von Elvis, von Bertolt Brecht , Hippie-Hits wie "Sag mir, wo die Blumen sind" oder das klassische Stück "Ave Maria": Die Ost-Berlinerin schien das zu singen, was ihr gerade einfiel. Immer wieder verpasste sie den Songs auch eigene Textpassagen. Der Pianist Fred Sauer begleitete sie und improvisierte mit Bravour. Als Zugabe sang Hagen ein Gospel-Medley.

Nach ihrem Auftritt zeigte sich Nina Hagen hinter der Bühne publikumsnah und posierte geduldig für Selfies mit den VIP-Gästen. "Die ist einfach cool", stand für die 16-jährige Eva fest. Angelika Jessen aus Aachen meinte: "Ich bin extra für das Saar-Spektakel nach Saarbrücken gekommen."

Neben Casting-Künstlern wie den "The Voice Of Germany"-Teilnehmern Giovanni Costello und Rüdiger Skoczwosky sowie den Top-5-Kandidaten der aktuellen Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" Antonio Gerardi und Erica Greenfield mischten auch saarländische Künstler im Programm des diesjährigen Saar-Spektakels mit: Dazu gehörten am Freitag die AC/DC-Cover-Band "TNT" sowie samstags "One Way Ticket" aus dem Bliesgau. Stammgast ist bereits die Tanzschule Bootz-Ohlmann, die einen Mix vom Klassiker Rock'n'Roll bis zum Trend Zumba beisteuerte.

Vor Nina Hagens Auftritt sorgte die Band Stanfour für eine kräftige Brise Rock von der Nordseeinsel Föhr. Bei der "Classic Rock Radio Night" am Freitag drohte dagegen das Wetter den vielen Fans das Konzert von Top-Act Guano Apes zu vermiesen. "Wir haben eine Unwetterwarnung", verkündeten die Moderatoren gegen 22.30 Uhr. Doch nach 15-minütiger Verspätung hieß es dann: "Lasst die Affen raus!" Während die Göttinger Band die Bühne beben ließ, zuckten Blitze über dem Staatstheater . Doch der große Regen setzte erst nach den Auftritten ein.

Zu den Stars auf der Saar gehörten dagegen österreichische Sportler. Mit ihrem Wassersportgerät Hoverboard flogen sie filmreif durch die Luft und konnten die Besucher auf der Alten Brücke fast per Handschlag grüßen. Am Sonntagnachmittag stand dann fest: Die zig Kinder aus der Region, die in den vergangenen Wochen über 12 000 Windräder bastelten, haben den Weltrekord geknackt. Die offizielle Bestätigung durch das Guinnessbuch erfolge jedoch erst am 7. September, erklärte Jochen Strobel vom Stromanbieter Energis, der die Aktion veranstaltet hatte

Während auf der "Radio Salü"-Bühne vor dem Staatstheater eine Ballermann-Party mit Mickie Krause, Guildo Horn & Co. stieg, zogen die Einsatzkräfte am frühen Sonntagabend eine erste Bilanz: Mit sieben Krankenhaus-Transporten, unter anderem wegen Wespenstichen, sowie rund 80 Vor-Ort-Behandlungen habe "alles im Rahmen" gelegen, so DRK-Sprecher Jonas Jung. Auch die Polizei war mit dem Verlauf des Wochenendes zufrieden. "Es war ein friedvolles Fest", sagte Einsatzleiter Dirk Kronenberger.

Auch im Fun-Sport-Finale vertreten: das Drachenboot-Team der Immobiliengruppe Saarbrücken, das Dritter wurde.

Zum Thema:

Gewinner der Drachenboot-Rennen: Beim Finale Fun-Fun siegte die Woll GmbH (58.790 Sekunden) vor den FEAG Energy Drachen (59.230) auf Platz 2 und das Team Sparkaluga (59.290) auf Platz 3. Beim Finale Fun-Sport setzte sich die Mannschaft Fleisch Schwamm (55.970) durch. Zweite wurde die CDU Black Power (57.370), Dritte die Immobiliengruppe Saarbrücken (57.760). red