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Klinkenputzen fürs Internet

Fechingen. Tim Burger und Oliver Wild gehen in Fechingen von Haus zu Haus, um genug Verträge für ein schnelleres Internet zusammenzubekommen. Sie stoßen aber auf jede Menge Skepsis. Viele wollen das schnelle Internet erst mal im Ort haben, ehe sie unterschreiben. Der Anbieter baut aber erst, wenn er genug Verträge beisammen hat. Von SZ-MitarbeiterMoritz Helm

Zwei Schüler gehen in Fechingen von Tür zu Tür, um das Internet im Ort schneller zu machen. Sie sind mit Vertragsformularen und Infomaterial der Firma Inexio unterwegs.

Die will in Fechingen Glasfaserkabel für ein schnelleres Internet verlegen. Das macht sie aber erst, wenn sie 200 Verträge hat. Tim Burger (15) und Oliver Wild (16) sollen sie mit Klinkenputzen auftreiben.

Inexio stellte die beiden Anfang Juli auf 450-Euro-Job-Basis für drei Monate ein. Leicht haben's die beiden nicht. Oliver Wild sagt: "Die meisten Leute sind schon für einen Ausbau der Leitungen, wollen aber erst unterschreiben, wenn die Leitungen gebaut sind."

Die Überzeugungsarbeit der Jungs geht also eher schleppend voran. Gerade die jungen Leute in Fechingen haben unter dem lahmen Internet zu leiden. Tim Burger hatte mal die Hausaufgabe, sich im Internet ein Video anzusehen. Aber das klappte nicht, weil die Verbindung so schlecht war.

Tim Burger ergänzt: "Die meisten haben Angst, dass sie an die Verträge gebunden sind, auch wenn die Leitungen doch nicht ausgebaut werden." Aber Tim und Oliver versichern, dass die Verträge mit Inexio an den Ausbau gekoppelt seien. Außerdem würden die Verträge erst in Kraft treten, wenn der Vertrag mit dem alten Anbieter ausläuft. An gerade mal 50 Haushalte haben die Schüler das Infomaterial verteilt. Tim und Oliver sagen, dass sie diese Arbeit auf sich nehmen, weil sie unbedingt ein Internet in Fechingen wollen, das dem heutigen Standard entspricht.