In der Galerie Elitzer: frische Suppendosen von Andy Warhol

In der Galerie Elitzer: frische Suppendosen von Andy Warhol

Die Ausstellung "Pop-Art" in der Galerie Elitzer scheint so ein bisschen aus der Zeit gefallen zu sein. Denn die Motive der Arbeiten von Andy Warhol und Mel Ramos , die dort gezeigt werden, sind tatsächlich die berühmten Suppendosen, knallbunten Marilyns oder die nackten Pin-ups neben Werbeprodukten, die man schon seit Jahrzehnten von den beiden Künstlern kennt.

Trotzdem werden hier ganz frische Blätter in neuen Farbkombinationen ausgestellt - der Andy Warhol Foundation sei Dank, die von den Originalsieben neue, limitierte Auflagen in jeweils verschiedenen Farbkombinationen herstellt. So ist eine Marilyn ganz in Silber zu bewundern oder das bekannte Blumenmotiv "Flowers" in grellen Gelb-Orange-Tönen. Auch die Blätter von Mel Ramos leuchten in bunten Farben, wirken aber heute wie erotische Relikte einer vergangenen Zeit.

Neben den beiden berühmten Künstlern kann man in der Ausstellung auch jüngere Vertreter der Pop-Art kennenlernen, wie zum Beispiel "rosalie". Von der Professorin mit eigenem Lehrstuhl für Bühnen- und Kostümbild in Offenbach am Main stammt die Figur "Flossi", eine knallbunte, kleine Mischung aus Mensch und Frosch, die in der Ausstellung mehrfach die Wände hochklettert. Auch von Erró, einem isländischen Maler, sind mehrere Werke zu sehen. Hier wird die Pop-Art in die heutige Zeit weitergeführt. Gleichzeitig werden einen Raum weiter Werke saarländischer Künstler aus den 1950er-Jahren ausgestellt. Und hier beweisen Helmut Collmann, Richard Eberle, Edgar Jéné und Walter Bernstein, dass sie sich hinter ihren berühmten Kollegen der Pop-Art nicht verstecken müssen.

Bis 5. November, Galerie Elitzer, Fürstenstraße 17.