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Höcher Filmemacher startet durch

Thomas Scherer mit der alten Kamera seines Vaters, mit der er mit zwölf Jahren seine ersten Filme drehte. Foto: Florian Rech
Thomas Scherer mit der alten Kamera seines Vaters, mit der er mit zwölf Jahren seine ersten Filme drehte. Foto: Florian Rech FOTO: Florian Rech
Höchen. Thomas Scherer aus Höchen und sein Team WP Films haben schon viele kleinere Filme gedreht. Jetzt wollen sie mit dem Roadmovie „On The Drive“ ein größeres Publikum finden. Heute Abend ist Premiere in Kaiserslautern. fre

. Als Thomas Scherer die alte Sony Hi8 Kamera seines Vaters in einem staubigen Kellerschrank fand war es um ihn geschehen. Die Liebe des damals 12-Jährigen zum Filmen entbrannte sofort. 2006 drehte der heute 25-jährige Filmemacher aus Höchen seinen ersten richtigen Film mit Freunden und Verwandten. "Das war damals Macbeth auf Saarländisch", sagt Scherer mit einem Lachen, "reine Satire." In den letzten acht Jahren haben der Höcher und sein Team von WP Films - das WP steht für Wald-Productions - viele Filme gedreht und sich entwickelt. Nun will Scherer, der gerade seinen Uniabschluss in Mediengestaltung und Produktion in Offenburg gemacht hat, mit seinem neuen Streifen "On The Drive" durchstarten. Heute Abend um 20 Uhr feiert der Roadmovie Premiere im UCI Kino in Kaiserslautern. Zur Handlung in aller Kürze: Henry muss nach Düsseldorf zu einem wichtigen Termin. Um billig und schnell dorthin zu kommen, nutzt er eine Mitfahrgelegenheit und landet im Wagen von Jojo - der Beginn einer schrägen Fahrt.

"Ich liebe es unterschiedliche Charaktere auf engem Raum aufeinanderprallen zu lassen, ohne dass sie Fluchtmöglichkeiten haben", beschreibt Regisseur Scherer sein Machwerk. Durchaus bekannte Schauspieler konnte Scherer für sein Projekt gewinnen. Hanno Friedrich (Comedy-Serie "Sechserpack"), Gerhard Polacek (Tatort) und Alfredo Zermini spielen die Hauptrollen. "Und weil sie einen jungen Filmstudenten unterstützen wollen, verzichten sie sogar auf ein Honorar", erzählt Scherer. Das Drehbuch hatte den Schauspielern zugesagt. Sparen ist für den Filmemacher ein notwendiges Übel. "Wenn ich an einem Drehbuch schreibe, kann ich zwar meiner Fantasie viel Freiraum lassen, muss mich aber auch bremsen, weil sich nicht alles realisieren lässt", erklärt Scherer.

Nach der Premiere in Kaiserslautern will der Höcher mit "On The Drive" auf Festivaltour durch ganz Deutschland gehen. 150 Termine stehen an. Scherers Nahziel: "Der Film soll im Wettbewerb des Max Ophüls Festivals in Saarbrücken laufen."