Große Koalition klärt Personalien

Die große Koalition aus CDU und SPD im Saarland hat sich auf die Besetzung zweier vakanter Spitzenposten geeinigt. Neuer Direktor der Landesmedienanstalt soll nach SZ-Informationen der CDU-Landtagsabgeordnete Uwe Conradt (38) werden, neue Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit die parteilose Juristin Monika Grethel (53).

Beide sollen am 16. März vom Landtag in ihr neues Amt gewählt werden.

Conradt wird Nachfolger des ehemaligen CDU-Politikers Gerd Bauer, den der Landtag jeweils 2001 und 2009 an die Spitze der Landesmedienanstalt (LMS) gewählt hatte und der in diesem Jahr 66 Jahre alt wird. Conradt, Diplom-Betriebswirt aus Saarbrücken , kennt die LMS aus eigener Berufserfahrung: Nach dem Studium war er von 2003 bis zu seinem Einzug in den Landtag 2012 Verwaltungsleiter der LMS und von 2009 bis 2012 zudem nebenamtlicher Prokurist der Saarland Medien GmbH, einer von der LMS mitgetragenen Gesellschaft zur Förderung des Medienstandortes und der Filmlandschaft des Saarlandes. Er bildete sich berufsbegleitend mit einem Medienrechts-Studium in Mainz fort. In der CDU-Landtagsfraktion ist er medienpolitischer Sprecher. Nach der Wahl zum LMS-Direktor müsste er jedoch sein Landtagsmandat abgeben; im Saarbrücker Stadtrat könnte er bleiben.

Monika Grethel soll Nachfolgerin der obersten Datenschützerin des Landes, Judith Thieser , werden, die im Oktober 2015 gestorben war. Die 53-Jährige aus Riegelsberg ist bislang stellvertretende Landesdatenschutzbeauftragte. In dieser Funktion ist Grethel unter anderem für datenschutzrechtliche Aspekte, Kontrollen und Eingaben in der öffentlichen Verwaltung sowie in Industrie, Handel, Gewerbe und Handwerk zuständig. Bevor sie zum Datenschutz-Zentrum kam, arbeitete sie in Saarlouis als Verwaltungsrichterin.

Mehr von Saarbrücker Zeitung