Fahrt zu den Schlachtfeldern von Verdun

Er war der erste mit den Mitteln einer hochindustrialisierten Gesellschaft geführte Krieg. Die Möglichkeiten des modernen bürokratischen Staates und neuer Medien wurden zur Mobilisierung der Nation genutzt und die Trennung von Militär und Zivilbevölkerung wurden aufgehoben.

Es war der erste totale Krieg: Der Erste Weltkrieg.

Die Stiftung Demokratie Saarland bietet zusammen mit der Volkshochschule am Samstag, 21. Mai, eine Fahrt nach Verdun an. Auf dem Schlachtfeld und bei der Besichtigung von Fort Douaumont werden die Spuren entziffert, die der Stellungskrieg und die Materialschlacht hinterlassen haben. Der Besuch des neugestalteten Museums von Fleury lässt sowohl von den Schrecken der Schlacht als auch von dem elenden Leben in den Stellungen und Gräben ein Bild entstehen. Die Vorgeschichte im Zeitalter des Imperialismus, die Entstehung eines darwinistischen Nationalismus, und der Weg in den Zweiten Weltkrieg werden abschließend auf der Rückfahrt behandelt. Im Mittelpunkt stehen Hitlers Radikalisierung der "Dolchstoß"-Legende zu extremstem Antisemitismus und seine Absicht, durch die völkermörderische Kolonisierung Osteuropas doch noch die Weltmacht zu erringen.

Bei der Fahrt nach Verdun sind die Eintrittspreise vor Ort von jedem Teilnehmer selbst zu zahlen. Im Fort Douaumont: 3 Euro pro Erwachsener, im Museum 8 Euro pro Erwachsener.

Die Abfahrt ist um 8.30 Uhr in Saarbrücken . Im Teilnehmerbeitrag von 10 Euro pro Person sind die Kosten für den Bus und die Honorarkosten des Referenten Volker Venohr enthalten und wird vor der Fahrt in Rechnung gestellt.

Infos: Telefon (06 81) 90 62 60