Rotes Kreuz Saarland feiert seine Gründung vor 150 Jahren

Das Rote Kreuz im Saarland feiert in diesem Jahr Jubiläum. Gegründet wurde es vor 150 Jahren von Bürgern der Saarregion - damals eine reine Freiwilligen-Organisation. Die Männer versorgten in Sanitätskolonnen Verwundete, die Bürgerfrauen engagierten sich im sogenannten "Vaterländischen Frauenverein", halfen Waisen und Kriegsversehrten oder betreuten Suppenküchen.

Aus der Suppenküche sei heute "Essen auf Rädern" geworden, doch damals wie heute helfe das Rote Kreuz Kranken, Schwachen und Bedürftigen, teilte gestern Landesgeschäftsführer Anton Verschaeren mit. Und immer noch steht die Arbeit der Organisation häufig im Kontext des Krieges, sagte Verschaeren. So sei die Flüchtlingshilfe eines der größten Aufgabenfelder im Saarland. Mit einem Festakt am 24. September im Saarbrücker E-Werk will sich das Rote Kreuz bei seinen Ehrenamtlichen bedanken. "Das Jubiläum ist ein Anlass, um all denen zu danken, die 2015 die große Flüchtlingswelle in Lebach mitbetreut haben", sagte Verschaeren. Geändert habe sich seit 1866 vor allem die Struktur des Roten Kreuzes, das Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband in Einem sei: Neben den Ehrenamtlichen hat das Rote Kreuz heute im Saarland 2500 hauptamtliche Mitarbeiter. Doch den Löwenanteil stemmen nach wie vor die Freiwilligen - im Saarland sind über 6000 Ehrenamtliche in 251 Ortsvereinen organisiert.