Assistentin soll Struktur in den Alltag der Demenzkranken bringen

Assistentin soll Struktur in den Alltag der Demenzkranken bringen

Das Demenz-Café im Lebacher Krankenhaus hat sich bewährt. An der Arbeitsweise hat sich nichts geändert, aber personalmäßig. Eine Betreuungsassistentin wurde nun eigens für die an Demenz erkrankten Patienten eingestellt.

Zwei bis fünf Patienten betreut Heike Treib-Horras täglich für zwei Stunden in dem vor einem Jahr eingerichteten Demenz-Café im Lebacher Krankenhaus. Neben der geeigneten Beschäftigung für die an Demenz Erkrankten gehört auch das gemeinsame Essen. Mit der Betreuung soll eine gewisse Struktur in den Tagesablauf der Kranken gebracht werden, meint die Betreuungsassistentin, die seit 1. September mit dieser Aufgabe betraut ist. Beim Start vor einem Jahr wurden auch Ehrenamtliche geschult. Doch aus Personalmangel haben die Grünen Engel ihr Amt im Café niedergelegt. Die Schulung sei nicht umsonst gewesen, merkt Heike Wallerich, die das Projekt mitinitiert hat und sich auch um die Einarbeitung der Mitarbeiter kümmert. Als stellvertretende Pflegebereichsleiterin gehört Anke Schorr mit dazu. Das Wissen um die Erkrankung mache es den Grünen Engeln bei ihren Besuchsdiensten am Bett leichter im Umgang mit verwirrten Patienten. Zweimal die Woche kommt auch der Physiotherapeut und sorgt eine halbe Stunde für Bewegung. Danach seien die Patienten immer total kaputt. Anschließend werde meist nur noch gesungen oder vorgelesen. Das Café liegt zentral im zweiten Stock und gehört zur Inneren Abteilung. Treib-Horras braucht somit nur die Tür zu öffnen, wenn sie weitere Hilfe braucht. Das Pflegepersonal ist jederzeit zur Stelle.

Der Bedarf an ausgebildetem Personal, wie das eines Betreuungsassistenten, werde in Zukunft steigen, merkt Dr. Thomas Hovenbitzer an. Der Neurologe spricht auch von einer Herausforderung, Demenz zu erkennen, wenn die Patienten eingeliefert werden. Eine leichte Demenz könne sich schnell verschlimmern, denn der Patient sei den Krankenhausalltag nicht gewohnt und könne vieles nicht richtig einschätzen. Das Lebacher Krankenhaus nimmt an dem Projekt Demenz im Krankenhaus, Dem-i-K teil.