Alleine auf einer Jolle segeln

In den Ferien lernten 18 junge Segler am Botsalsee, wie man ganz alleine ein Segelboot führt. Unter Anleitung der Trainer Michael Becker, Max Lenz, Werner Schwarz und ihrer Assistenten Taric Ludt und Nils Pauli wurde einerseits Theorie vermittelt, andererseits das Gelernte auf dem Wasser umgesetzt.

Jeder Segler absolvierte Wenden und Halsen und musste mehrere Anlegemanöver am Steg üben. Dabei ist der Verklicker, der den Wind anzeigt, ein wichtiges Hilfsmittel.

Vor dem Untergehen brauchten sich die Segelschüler nicht zu fürchten. Drei Auftriebskörper sorgen dafür, dass die Optimist-Jollen unsinkbar sind. Alle Kinder trugen Schwimmwesten und für den Fall, dass ein Boot tatsächlich umkippen sollte, wurde eigens ein Kentertraining durchgeführt, damit die Kinder wissen, wie sie selbst ihr Boot wieder aufrichten können.

Wegen des Altersunterschiedes der Teilnehmer (sieben bis 13 Jahre) erschienen die morgendlichen Theorieeinheiten unterschiedlich anspruchsvoll. Die wichtigsten Seemannsknoten gehörten auch zum Unterrichtsstoff.

Untergebracht war die Gruppe in Eckelhausen im Clubhaus des Segelclubs Bosen (SCBO). Freitag war Prüfungstag. Mit Hans Jürgen Nehrenberg, Mike Persch und Olaf Graf (alle SCBO) war der Prüfungsausschuss mit Regattaseglern besetzt.

Jedes Jahr findet am Bostalsee ein solcher Kurs in den Sommerferien statt. Die Segellehrer arbeiten ehrenamtlich und opfern dafür eine Woche ihres Urlaubs. Die Plätze sind sehr begehrt und die Segelvereine führen eine Warteliste, in die sich die jungen Vereinsmitglieder eintragen lassen können.

An den Wochenenden im September und Oktober finden Trainings, Regatten und das "betreute Segeln" statt, damit die neuen Kapitäne sich in ihrem neuen Hobby verbessern können.