An Ostern in die Lüfte fliegen

Nachdem der Osterbraten verspeist und die Verwandtschaft nach dem Kaffee wieder den Heimweg angetreten hatte, war die Zeit reif für Popcorn, wilde Fahrten und Flüge in die Luft. All dies bot die Osterkirmes den Besuchern. Heute ist der Festplatz den Familien gewidmet.

Die Osterkirmes in Homburg ist für alle Schausteller eine gute Gelegenheit, sich in die diesjährige Kirmessaison zurückzumelden. Aber auch für die Besucher ist die Kirmes über die Osterfeiertage ein beliebtes Vergnügen, sich die Beine zu vertreten, über den Festplatz am Homburger Hallenbad zu bummeln, auf den verschiedenen Fahrgeschäften ihre Runden zu drehen oder sich mit Popcorn und Lebkuchenherzen einzudecken.

Während sich zur Eröffnung der Osterkirmes am vergangenen Samstag nur wenige Kirmesbesucher auf dem Festplatz am Hallenbad aufhielten, herrschte am Ostersonntag vor allem nach der Kaffeezeit viel Betrieb zwischen den einzelnen Imbissbuden, Verkaufsständen, Biergarten und Fahrgeschäften. Trotz des kühlen, aber dennoch trockenen Wetters, hatten sich viele Besucher auf dem Vergnügungspark eingefunden. Auch in diesem Jahr waren wieder attraktive Fahrgeschäfte, darunter einige Neuheiten, in Homburg vertreten. So beispielsweise das Karussell "Karus", welche die ganz mutigen Kirmesbesucher mit einer großen, sich drehenden Gondel in luftige Höhen schraubte.

"Das war echt cool", meinten Vanessa, Vivienne und Jessica, die nach ihrer ersten Fahrt gerade dabei waren, ihre Frisuren wieder in Ordnung zu bringen. "Das müssen wir unbedingt nochmal machen", forderte die 15-jährige Vanessa ihre beiden Freundinnen zu einer weiteren Mutprobe auf. Auch auf dem obligatorischen Autoskooter herrschte Betrieb. Auf die kleineren Kirmesbesucher wartete unter anderem der gemütliche Kinder-Verkehrsgarten, wo sie unter den Augen ihrer Eltern und Großeltern ihre Runden drehen konnten.

Beim "Pressluftflieger" durften sich die Kinder wie kleine Piloten fühlen. Ansonsten gab es auf dem Festplatz am Hallenbad alles, was das Kirmesherz begehrte. "Wir sind mit der Resonanz zufrieden", erklärte der mittlerweile 73-jährige Wolfgang Feix, Initiator und "Vater" der traditionsreichen Osterkirmes in Homburg, der seit über drei Jahrzehnten diesen Jahrmarkt organisiert und Schausteller mit Leib und Seele ist. "Es herrschten am Samstagsabend zwar kühle Temperaturen, doch der Publikumsverkehr ist in Ordnung", fügte Feix hinzu.

Obwohl sich der Ostersonntag von seiner schönen Seite zeigte, hatte Feix doch mit etwas mehr Resonanz gerechnet. "Es könnten ruhig ein Paar Besucher mehr da sein", meinte er mit Blick auf den Platz. Der stärkste Publikumsverkehr sei jedoch immer der Ostermontag sowie der Dienstag, ergänzte er. Feix ist, gemeinsam mit Ehefrau Marie-Luise, mit seinen großen Verlosungsständen nicht nur an der Homburger Osterkirmes, sondern in ganz Südwestdeutschland unterwegs.

Zu den Besuchern am Ostersonntag zählten auch die Geschwister Leon und Marie. Gemeinsam mit Oma und Opa hatten sie großen Spaß, auf dem Trampolin zu springen, eine Tüte Popcorn zu genießen und einen der bunten Luftballons zu ergattern. Abgerundet wurde das Kirmesvergnügen mit Imbissbuden, einem Schießstand und Verkaufsständen. Viele Besucher nutzten am Sonntag das schöne Wetter, um gemütlich im Biergarten zu sitzen und zu entspannen.

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Auf einen BlickAm heutigen Dienstag laden die Schausteller zu einem Familientag ein. Von 14 bis 18 Uhr haben alle Kinder und Erwachsene Gelegenheit, die Fahrgeschäfte auf dem Vergnügungspark zum halben Preis zu nutzen und in den Genuss von Sonderangeboten an den Verkaufsständen zu kommen. Abgerundet wird die Osterkirmes am Dienstagabend bei Einbruch der Dunkelheit mit dem traditionellen großen Feuerwerk. re

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