Ein Radweg gegen den Baustellen-Ärger

Ein Radweg gegen den Baustellen-Ärger

Fischbach/Saarbrücken. Am Mittwoch haben wir berichtet über die 160 Meter lange Baustelle entlang der L 127, die aller Voraussicht nach bis Ende des Jahres für sämtliche Verkehrsteilnehmer gesperrt sein wird. Selbst Radfahrer können die Örtlichkeit nicht passieren und nur über Umwege von Fischbach nach Rußhütte und damit in die Landeshauptstadt gelangen

Fischbach/Saarbrücken. Am Mittwoch haben wir berichtet über die 160 Meter lange Baustelle entlang der L 127, die aller Voraussicht nach bis Ende des Jahres für sämtliche Verkehrsteilnehmer gesperrt sein wird. Selbst Radfahrer können die Örtlichkeit nicht passieren und nur über Umwege von Fischbach nach Rußhütte und damit in die Landeshauptstadt gelangen. Nun aber hat uns Holger Graf gemailt. Gerade in Fischbach auf Heimaturlaub - beruflich weilt er ansonsten in Shanghai - las er die Zeitung. Und beschrieb uns nach der Lektüre einen Radweg, der den Baustellen-Ärger der Radfahrer letzten Endes doch vergessen macht. Nachfolgend die Wegebeschreibung nach Holger Graf, der sich bei strahlendem Sonnenschein erst in den Fahrradsattel schwang und anschließend den PC bemühte: "Aus Fischbach kommend ins Netzbachtal und der L 127 in Richtung Saarbrücken-Rußhütte am Baustellenschild "Durchfahrt verboten - Anlieger bis Baustelle frei" folgen; nach einigen Kilometern am Baustellenschild "Durchfahrt verboten (nach 700 m)" vorbei und nach zirka 300 m links in den Wald abbiegen; dort befindet sich eine Schranke, die umfahren werden kann; die ersten Meter sind geteert und gehen in einen ordentlichen Schotterweg über; diesem Schotterweg links über die Fischbach-Holzbrücke folgen und dann, dem Weg rechts folgend, an den Überresten des alten Freibades im Fischbachtal (Naturschwimmbad) vorbei aufwärts; nach zirka 200 m und einer Serpentine auf einen ebenfalls guten Schotterweg nach rechts abbiegen; nach einigen hundert Metern flach abfallend beziehungsweise ansteigend auf einen Schotterweg 45 Grad links abbiegen, hoch in Richtung Eisenbahnschienen; dort über die Eisenbahnbrücke dem Weg aufwärts folgen und nach wenigen hundert Metern rechts auf einen guten Schotterweg abbiegen; ab jetzt geht es nur noch bergab, rechts halten, danach verschlechtert sich der Weg leicht (Spurrillen); auf den letzten hundert Metern wird der Weg zum gut befahrbaren "Single-Trail" und mündet nach zügiger Abfahrt wieder auf der Straße "Netzbachtal-Saarbrücken" in der Links-Rechts-Kurven-Kombination hinter (aus Sicht Fischbach) der Bahnunterführung am Parkplatz Steinbachtal ein. Der Weg ist natürlich wegen des steileren "Single-Trails" aus Richtung Saarbrücken schwieriger befahrbar. Für Straßen-Rennrad-Fahrer ist diese Alternative natürlich nichts. Für diese sollte aber auch der Katzensprung über Neuhaus kein Problem darstellen."Unser "Testfahrer" teilt im Übrigen mit, dass er vor 22 Jahren aktiver Radrennsportler im Saarland gewesen ist. Und dass seine mongolische Frau Oyunaa, als sie mit ihm gemeinsam den Schleichweg entdeckte, zum ersten Mal auf dem Fahrrad saß. mh

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