Gemeinderat gibt grünes Licht für Verhandlungen mit Volksbank

Gemeinderat gibt grünes Licht für Verhandlungen mit Volksbank

Quierschied. Die Quierschieder Bürgermeisterin Karin Lawall darf mit der Vereinigten Volksbank (ehemals Volksbank Dudweiler) über den Kauf des Bankgebäudes am Triebener Platz verhandeln. Der Gemeinderat gab dafür grünes Licht. Wie die Saarbrücker Zeitung berichtete, will die Bank das Haus verkaufen. Voraussetzung ist aber, dass die Filiale dort bleiben kann

Quierschied. Die Quierschieder Bürgermeisterin Karin Lawall darf mit der Vereinigten Volksbank (ehemals Volksbank Dudweiler) über den Kauf des Bankgebäudes am Triebener Platz verhandeln. Der Gemeinderat gab dafür grünes Licht. Wie die Saarbrücker Zeitung berichtete, will die Bank das Haus verkaufen. Voraussetzung ist aber, dass die Filiale dort bleiben kann. Die Gemeinde Quierschied will das Gebäude als Rathaus nutzen. Die Unwetterkatastrophe vom 3. Juli hatte nicht nur zahlreiche private Haushalte heimgesucht, auch das Rathaus Quierschied wurde so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Nutzung derzeit nur im Untergeschoss möglich ist. Gutachter haben den Schaden auf knapp 500 000 Euro beziffert. Die Bank, die nach einigen Fusionen in den letzten Jahren über zahlreiche Immobilien verfügt, kann nach Angaben ihres Vorstandsvorsitzenden Mathias Beers bis Ende des Jahres die obere Etage räumen. Die Gemeinde könnte ab Januar 2010 alle Büros nutzen. Nach Ansicht von Lawall ist der Kauf die sinnvollste Lösung. Allerdings müsse der Preis stimmen. Die Verwaltungschefin betonte: Die ohnehin notwendige Sanierung des Rathauses und die Beseitigung der Wasserschäden dauerten mindestens 15 Moante. Ähnlich lang dauere ein Rathaus-Neubau. In der Zwischenzeit stelle sich die Frage: "Wo wird die Verwaltung untergebracht?" Vor diesem Hintergrund sei die Nutzung des Bankgebäudes als Rathaus die beste Lösung. Eine erste Begehung der Räume habe gezeigt, dass alle Büros in einem sehr guten Zustand sind und auch bis auf die Bauverwaltung ausreichend Platz bieten. Mit der Unterbringung der Verwaltung an diesem Standort werde auch die Marienstraße gestärkt. Allerdings müsse man klären, was mit dem Kultursaal passiert und ein neues Entwicklungskonzept für die Ortsmitte erstellen. Für die Freien Wähler machte Klaus-Dieter Nemecz deutlich, dass man die Sanierung des Rathauses nicht aus dem Auge verlieren dürfe. Seiner Meinung nach könnte mit relativ geringem Aufwand ein Großteil der Büros im Rathaus wieder hergerichtet werden. Max Detemple (Linke) sagte, dass für seine Fraktion der in der SZ genannte Kaufpreis von 3,7 Millionen Euro keine Verhandlungsgrundlage sei: "Dieser Betrag ist viel zu hoch." Laut Lawall wird ein Wertgutachten erstellt, dass dann Grundlage für die Verhandlungen sein wird. ll