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Gedenken an Kriegstote und Opfer von Gewaltherrschaft

Gedenken an Kriegstote und Opfer von Gewaltherrschaft

Riegelsberg. Seit 1952 wird zwei Sonntage vor dem ersten Advent der Volkstrauertag begangen, der an die Kriegstoten aller Nationen und die Opfer der Gewaltherrschaft erinnern soll. Stellvertretend für alle Gedenkfeiern im Köllertal fand die zentrale Veranstaltung gestern in Riegelsberg statt

Riegelsberg. Seit 1952 wird zwei Sonntage vor dem ersten Advent der Volkstrauertag begangen, der an die Kriegstoten aller Nationen und die Opfer der Gewaltherrschaft erinnern soll. Stellvertretend für alle Gedenkfeiern im Köllertal fand die zentrale Veranstaltung gestern in Riegelsberg statt. Rund 60 Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde kamen zu diesem Anlass auf den Waldfriedhof in Riegelsberg, um der verstorbenen Opfer zu gedenken. "Der Volkstrauertag ist für mich in erster Linie ein Tag des Gedenkens an die Verstorbenen der beiden Weltkriege. Man gedenkt aber auch der gefallenen Bundeswehrsoldaten, die in Kriegsgebieten wie zum Beispiel Afghanistan eingesetzt wurden, Zivilisten, die durch Kriege umgekommen sind, Menschen, die verfolgt und getötet wurden oder auf Grund einer Krankheit oder Behinderung als "nicht lebenswert" bezeichnet wurden", so Monika Rommel, Ortsvorsteherin der Gemeinde Riegelsberg. Eingeleitet wurde die Andacht mit einem Schweigemarsch zu der Leichenhalle. In ihrer Rede erwähnte die Ortsvorsteherin außerdem: "Dies ist auch ein wichtiger Tag, um unseren europäischen Nachbarn zu zeigen, dass wir Deutsche uns unserer Vergangenheit bewusst sind." Nach stimmungsvollen Musikstücken des Blasorchesters und Liedern des Männerchores trugen Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr den Kranz zu den Kriegsgräbern, um ihn niederzulegen. Vertreten waren neben der freiwilligen Feuerwehr auch der Verband Deutscher Kriegsopfer, das Deutsche Rote Kreuz und Reservisten. bub