Püttlingerin mit Blindenhund unterwegs Mit 13 Jahren wurde sie blind: Manuela Veith und ihr tägliches Abenteuer auf dem Weg zur Arbeit

PÜTTLINGEN/SAARBRÜCKEN · Mit 13 Jahren verlor Manuela Veith ihr Augenlicht. Heute arbeitet die Püttlingerin im Winterbergklinikum in Saarbrücken. Den 75-minütigen Heimweg und das Umsteigen zwischen Bussen und Saarbahn meistert sie mit Hilfe ihrer aufmerksamen Hündin Safija. Wir haben sie begleitet.

Die Püttlingerin Manuela Veith mit ihrer Blindenführhündin Safija an ihrem Arbeitsplatz in der Telefonzentrale des Winterbergklinikums in Saarbrücken.

Die Püttlingerin Manuela Veith mit ihrer Blindenführhündin Safija an ihrem Arbeitsplatz in der Telefonzentrale des Winterbergklinikums in Saarbrücken.

Foto: Thomas Annen

„Klinikum Saarbrücken, guten Tag!“ Freundlich begrüßt Manuela Veith die Anruferin. Die Angestellte trägt ein Headset, vor ihr liegt eine Computertastatur. „Mit einer Maus kann ich nichts anfangen“, sagt die 45-jährige Püttlingerin. Denn weil sie blind ist, kann sie die Symbole auf dem Monitor nicht anklicken. Die Eingabe erfolgt somit ausschließlich über die Tastatur. Eine Sprachsoftware liest vor, was auf dem Bildschirm steht. Und unterhalb der Tastatur gleiten die Finger über eine sogenannte Braille-Zeile – ein Ausgabegerät, das die Zeichen auf dem Monitor in Blindenschrift verwandelt.