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Auf der L 269 holpert es zwischen Püttlingen und Riegelsberg

Straßenbau : Holpern zwischen Püttlingen und Riegelsberg

Die viel benutzte Landstraße 269 wird noch etwas länger ein Flickenteppich bleiben. Der Landesbetrieb für Straßenbau nennt Gründe.

Viel befahren ist sie, die als Umgehungsstraße angelegte Landstraße 269, die, von Völklingen her gesehen, kurz nach dem Ortseingang Püttlingen abzweigt und bis Riegelsberg, beziehungsweise bis zum Abzweig nach Saarbrücken-Burbach führt. Vor eineinhalb Jahren und vor diesem Winter ausgebessert ist die Straße dennoch – gelinde gesagt – sehr holperig, was auf die „Hubbel“ der geflickten Stellen und neue Risse zurückzuführen ist, so dass sogar die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 Stundenkilometer herabgesetzt wurde.

„Stümperhaft“, beschwerte sich Bürger Klaus Dieter Schmitt während der Fragestunde im Püttlinger Stadtrat: „Die Straße ist nur notdürftig geflickt worden, und jetzt rappeln die Autos ohne Ende.“ Darüber hinaus sind Schmitt  „die Stauumfahrer, die über die Saarbrücker Straße und die Von-der-Heydt-Straße brettern“, ein Dorn im Auge. Bürgermeisterin Denise Klein stellte dem aufgebrachten Bürger Prüfung und Abhilfe im Rahmen bestehender Möglichkeiten in Aussicht.

Allerdings: Zuständig für die Landstraße ist nicht die Stadt Püttlinge, sondern der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS). Und der hatte die L 269 ganz bewusst nur flicken und noch nicht umfangreich sanieren lassen, wie LfS-Sprecher Klaus Kossok im Gespräch mit der SZ erklärt, aber dennoch bedauert: „Der Zustand der L 269 ist auch für uns nicht befriedigend. Eine vor dem Winter mit dem so genannten Road-Repair-Patcher durchgeführte Instandsetzung zur Wahrung der Verkehrssicherheit hat, bauart-bedingt, keine komfortable, ebene Fahrbahn ergeben. Aus Sicherheitsgründen wurde daher ein Tempolimit von 50 km/h angeordnet.“

Mehr als Flicken sei aber nicht möglich gewesen, da bekanntlich die durch Püttlingen führende Landstraße (L 136/Köllertalstraße) zweieinhalb Jahre wegen umfangreicher Leitungsarbeiten gesperrt war, weswegen die L 269 dringend für die Umleitungsstrecke gebraucht wurde, wodurch dort eine langfristige Baustelle ausgeschlossen war.

Die Umleitungsstrecken wurden zudem zwangsläufig stärker befahren als sonst, „und wurden entsprechend stark in Mitleidenschaft gezogen“, so Kossok. „Die Schäden ließen uns befürchten, dass sich im Winter tiefgehende Schlaglöcher bilden. Es bestand also kurzfristig Handlungsbedarf zur Wahrung der Verkehrssicherheit und zur Vermeidung von weiteren Schäden“ – daher also das schnelle Flicken vor diesem Winter.

Kossok ergänzt: „Sie können sich vorstellen, was die Verkehrsteilnehmer davon gehalten hätten, wenn wir auf der Umleitungsstrecke für eine voll gesperrte Landstraße erster Ordnung – mit einem täglichen Verkehrsaufkommen von durchschnittlich fast 13 000 Fahrzeugen – eine längere Baustelle mit Ampelschaltung zur echten Sanierung der L 269 eingerichtet und damit Dauerstau verursacht hätten.“

Also wurde die L 269 nicht wirklich saniert, sondern die Fahrbahn ohne größere Verkehrsstörungen mit dem Road-Repair-Patcher abgedichtet. „Die Maßnahme ist keine Dauerlösung. Auf Sicht muss hier umfassender saniert werden.“ Aber das wird noch etwas dauern, denn: „Nun ist die L 136 in der Innenstadt zwar wieder frei, aber der Zustand der Straßen in der Region Völklingen/Püttlingen hat sich während der über zweijährigen Bauzeit in der Köllertalstraße maßgeblich verschlechtert“, wodurch beim Sanieren Prioritäten gesetzt werden müssen.

Die Straßen werden also nicht auf einmal, sondern nacheinander saniert, so sollen auch negative Wechselwirkungen von Baustellen untereinander vermieden werden. Und zunächst einmal, das geht zwischen den Zeilen aus Klaus Kossoks Antwort hervor, ist die Landstraße zwischen Völklingen und Püttlingen an der Reihe: „Im Bereich der Stadt Völklingen ist die nach Püttlingen führende L 136 derart schadhaft, dass ein weiterer Aufschub der Sanierung nicht mehr in Frage kommt. Daher ist eine kurzfristige, die Substanz verbessernde Sanierung der L 269 nicht in Sicht. Es wird wohl 2021“, bis dann auch die Umgehungsstraße an der Reihe ist.