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Irgendwann ist der Knoten geplatzt

Irgendwann ist der Knoten geplatzt

Nach dem Saarlandpokal hat sich der TV Holz auch den Südwestpokal geschnappt. Der Volleyball-Drittligist besiegte im Halbfinale Regionalligist SSC Freisen und im Endspiel dann Zweitligist TG Bad Soden.

Die ersten beiden Sätze haben sie souverän gewonnen. Im dritten Satz haben sich die Spielerinnen des TV Holz einen Vorsprung von vier Punkten erspielt. Noch ein Zähler trennt die Mannschaft vom Sieg im Spiel gegen den TG Bad Soden. Nach kurzem Hin und Her landet der Ball bei Lisa Riedel. Die Zuspielerin des Volleyball-Drittligisten spielt den Ball hoch auf die linke Seite, wo Alica Zimmer wartet - und per Schmetterball den entscheidenden Punkt zum Titelgewinn erzielt. Der TV Holz sicherte sich am vergangenen Sonntag vor nur etwa 50 Zuschauern in der Bruchwiesenhalle in Saarbrücken mit dem 3:0 (25:16, 25:15, 25:20) den Gewinn des Südwestpokals - und damit die Teilnahme am Pokal-Achtelfinale des Deutschen Volleyball-Verbandes. Ende Oktober trifft der TV Holz im Achtelfinale auf den Erstligisten Rote Raben Vilsbiburg .

Angetan und überrascht

"Ich weiß nicht, ob das jemand erklären kann", sagte Trainer Jörn Riemenschneider: "Heute ist irgendwann der Knoten geplatzt - und dann waren wir in unserem Rhythmus drin." Er war nach dem Sieg angetan von der Leistung seiner Mannschaft. Und auch ein wenig überrascht. Denn der Drittligist besiegte mit Hessenpokalsieger Bad Soden einen Zweitligisten. "Heute hat alles bei uns funktioniert und wir haben Bad Soden nie ins Spiel kommen lassen", resümierte Riedel.

Etwas holpriger hatte sich das Halbfinale gestaltet, das einige Stunden vor dem Finale ausgetragen wurde. Im Spiel gegen Regionalligist SSC Freisen tat sich Saarlandpokalsieger Holz anfangs schwer. Nach dem Gewinn des ersten Satzes musste der Zweitliga-Absteiger den zweiten Durchgang mit zwei Punkten Unterschied abgeben. Im Finale des Saarlandpokals vor zwei Wochen in Fischbach gewann Holz gegen Freisen mit 3:0. Zwar siegte der TV am Sonntag mit 3:1 (25:19, 23:25, 25:17, 25:20), musste sich den Einzug ins Finale aber hart erkämpfen.

Im Finale befreit aufgespielt

"Im Spiel gegen Freisen war noch ein gewisser Druck da, weil wir gewinnen mussten. Im Finale konnten wir dann befreit aufspielen", erklärte Riemenschneider die Leistungssteigerung seiner Mannschaft im Endspiel. SSC-Trainerin Brigitte Schumacher war trotz der Niederlage zufrieden mit ihren Spielerinnen: "Wir haben taktisch viel besser als im Finale des Saarlandpokals gespielt. Und wir haben Holz viel unter Druck setzen können."

Im zweiten Halbfinale setzte sich Bad Soden gegen den Pokalsieger aus Rheinland-Pfalz und Regionalligisten TSVGG Stadecken-Elsheim mit 3:0 (25:14, 25:18, 25:19) durch.

In der 3. Liga Süd erwartet Holz am kommenden Samstag um 19.30 Uhr in der Multifunktionshalle der Sportschule in Saarbrücken den TV Jahn Kassel zum ersten Saisonheimspiel.