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Betrunkener Fahrer hält Polizei in Atem

Betrunkener Fahrer hält Polizei in Atem

Die mitunter übermäßig enthemmende Wirkung von Alkohol zeigte sich bei einem Einsatz der Polizeiinspektion (PI) Köllerbach am Samstagnachmittag, bei dem ein Betrunkener heftigen Widerstand gegen die Beamten leistete.

Begonnen hatte alles gegen 15.30 Uhr am Samstag in Niedersalbach. Dort, so die Schilderung der Polizei , bemerkte ein Passant einen offenkundig alkoholisierten Autofahrer. Als der Betrunkene von dem Passanten angesprochen wurde, "raste er mit seinem Toyota Yaris Richtung Walpershofen davon. Da der Zeuge sich das Kennzeichen gemerkt hatte, konnte die Halteranschrift in Püttlingen von einem Kommando der PI Köllertal aufgesucht werden", so der Polizeibericht.

Ein Polizist klingelte, doch in der Wohnung rührte sich nichts. In der Nähe hatten die Beamten allerdings schon das gesuchte Auto entdeckt. So konnte die Polizei davon ausgehen, dass der Gesuchte zu Hause war und erhielt vom Bereitschaftsstaatsanwalt die Genehmigung, die Türe nötigenfalls gewaltsam zu öffnen.

Mit Hilfe eines Schlüsseldienstes konnte die Polizei schließlich in die Wohnung gelangen und fand dort auch den alkoholisierte Fahrer. Doch "dieser zeigte ein aggressives Verhalten und war mit den polizeilichen Maßnahmen nicht einverstanden. Mehrmals drohte er den eingesetzten Beamten." So wurde noch ein Unterstützungskommando der Polizei hinzugezogen, um dem Fahrer eine Blutprobe entnehmen zu können. Doch nun "wurde er immer renitenter, so dass ihm Handschellen angelegt werden mussten. Dabei trat er unter anderem mehrmals in Richtung der Beamten. Bei der Widerstandshandlung wurde er am linken Arm derart verletzt, dass er von einem Krankenwagen in ein Krankenhaus verbracht werden musste." Erst in der Klinik wurde ihm schließlich die Blutprobe entnommen.

Mehrere Strafverfahren

Die Polizisten blieben bei dem Einsatz unverletzt. Gegen den Fahrer wurden Strafverfahren eingeleitet, wegen Trunkenheitsfahrt, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter Körperverletzug.