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Wenn ein Berufsleben zum gedruckten Wort wird

Wenn ein Berufsleben zum gedruckten Wort wird

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, sein Leben zu betrachten und es aufzuarbeiten. Zum Beispiel das Schreiben. Der frühere Heusweiler Sozialpädagoge Erwin Neidig (73) hat sich dafür entschieden, ist aber auch in anderen Bereichen kreativ: Er malt, zeichnet und formt aus verschiedenen Materialien Skulpturen. Nun ist auch sein Buch fertig. "Sehnsüchte" hat er es genannt, lässt dabei die Bedeutung offen. In dem Buch sieht er auf sein langes Berufsleben zurück - auch mit satirischem und humoristischem Blick. Alle Kurzgeschichten haben zudem einen inneren Bezug zueinander, erst als Ganzes erschließt sich ein übergreifender Sinn.

Er schreibt, dass sich im Beruf des Sozialpädagogen Privates und Berufliches nicht immer scharf trennen lasse. Ohne Anklage oder Schuldzuweisungen sucht Neidig nach Wegen, seine Erlebnisse, "die auch als Folge Sehnsüchte hervorrufen", auszudrücken. Da sind sie wieder, die Sehnsüchte, die er nicht benennt. Zwischen den Zeilen seien sie herauszulesen, sagt er. "Verschlüsselt" gebe er Erlebnisse wieder. Er wolle zudem ganz persönliche Briefe preisgeben, damit dem Leser die Möglichkeit bleibe, eigene Situationen, Lebenslagen mit dem des Autors zu vergleichen.

Alles in Allem sei das Buch ein "Teilsieg" im Kampf mit persönlichen Wünschen und Sehnsüchten einerseits und der Wirklichkeit andererseits. Das Buch hat 120 Seiten, erhältlich ist es im Selbstverlag über das Saarbrücker Unternehmen BookFab im Internet.