Neue Zukunft für Gruben beidseits der Grenze

Neue Zukunft für Gruben beidseits der Grenze

Karlsbrunn. In Forbach hat das Projekt im März begonnen, mit vielen Kommunalpolitikern und Fachleuten von hüben und drüben der Grenze. In Petite Rosselle gab es im Juni eine farbenfrohe Zwischenstation: Vom kohlegeschwärzten Gestein der Bergehalde Wendel erhoben sich 1000 knallrote Luftballons zur symbolischen "Zukunftsreise" in den sommerblauen Himmel

Karlsbrunn. In Forbach hat das Projekt im März begonnen, mit vielen Kommunalpolitikern und Fachleuten von hüben und drüben der Grenze. In Petite Rosselle gab es im Juni eine farbenfrohe Zwischenstation: Vom kohlegeschwärzten Gestein der Bergehalde Wendel erhoben sich 1000 knallrote Luftballons zur symbolischen "Zukunftsreise" in den sommerblauen Himmel. Jetzt, im Oktober, wird das Finale gefeiert - an einem deutschen Ort, der seinerseits Symbolcharakter hat: im einstigen Bergwerk Warndt in Karlsbrunn. Dort gibt es schon länger ein handfestes Neunutzungs-Konzept: Der frühere Kohle-Standort soll zum Zentrum für erneuerbare Energien werden. Und eben dorthin laden das saarländische Umweltministerium, die RAG Montan Immobilien (MI) und das lothringische Etablissement Public Foncier (EPFL) für den heutigen Donnerstag, 16.30 Uhr, zum Abschluss des grenzüberschreitenden Projektes "Der Warndt nach dem Bergbau" ein. Das Projekt, gefördert von der Europäischen Union, hat das Ziel, die Nachnutzung brachgefallener Bergbaustandorte voranzutreiben. Grenzüberschreitend. Und so, dass das Neue, was auf den Flächen entsteht, nicht Konkurrenz, sondern Ergänzung wird zum in der direkten Nachbarschaft Geplanten. Fachleute von der RAG MI und vom EPFL stellen heute öffentlich vor, was sie seit Projektbeginn entwickelt, angeschoben und schon verwirklicht haben. Am Freitag und Samstag steht in Karlsbrunn ein zweites Mal das Thema "Der Warndt nach dem Steinkohlebergbau" im Blickpunkt. Dann nämlich trifft sich die Arbeitsgemeinschaft Bergbaufolgelandschaften e. V. zur Tagung im Warndthotel Waibel. Am Freitag um 20.15 Uhr und am Samstag von 8.30 bis zwölf Uhr beleuchten Experten verschiedene Aspekte des Themas. Und auch hier sind alle Interessierten willkommen. dd

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