Leere Versprechungen mag er nichtPodiumsdiskussion mit vier Kandidaten

Leere Versprechungen mag er nichtPodiumsdiskussion mit vier Kandidaten

Großrosseln. Der Bergbau hat sich aus Großrosseln verabschiedet, bergmännische Brauchtumspflege gehört damit aber noch lange nicht auf die Halde der Geschichte - findet jedenfalls Norbert Wagner, der Kandidat der Partei Die Linke für das Bürgermeisteramt

Großrosseln. Der Bergbau hat sich aus Großrosseln verabschiedet, bergmännische Brauchtumspflege gehört damit aber noch lange nicht auf die Halde der Geschichte - findet jedenfalls Norbert Wagner, der Kandidat der Partei Die Linke für das Bürgermeisteramt. Der 55-jährige Starkstromelektriker und Bergmann über Tage, dessen Vater auch Bergmann war, wirbt allerdings auch dafür, dass Großrosseln "den Anschluss an die moderne Zeit" schafft: Schnelles Internet und stabile Mobilfunknetze seien erforderlich, sagt er. Sogar die Saarbahn möchte Wagner in den Warndt kommen lassen. "Bodenständig, sozial, ehrlich" heißt der Slogan über Norbert Wagners Wahlkampf. Der Warndtdörfer, der seit 1981 mit seiner Familie im selbst gebauten Haus in Großrosseln lebt, fand erst spät in die Politik. Die Enttäuschung über den SPD-Kanzler Gerhard Schröder machte ihn zum Lafontaine-Anhänger. Über die Zwischenstation WASG wurde Wagner eines der ersten Mitglieder und rasch auch Mandatsträger der neuen linken Partei. Er ist zweiter Kreisvorsitzender, Ortsvereinsvorsitzender, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat und stellvertretender Ortsvorsteher. Für die Hobbys Radfahren und Motorrad hat er seither immer seltener Zeit. Was den Bürgermeister-Kandidaten antreibt, ist dem Vernehmen nach sein Verdruss an der Entwicklung der Gemeinde und ihrer Bezirke, die er mit den Befunden "Stillstand" oder gar "Rückschritt" (Dorf im Warndt nach Schließung der Schule) umschreibt. Die Bürger seien der leeren Versprechungen der bisherigen Politik überdrüssig. Sie verlangten nach einem geradlinigen Bürgermeister, der Dinge antreibe und Ziele verfolge, statt die Dinge schleifen zu lassen. Bei der letzten Kommunalwahl kam die Linke in Rosseln nur auf 13,4 Prozent, Norbert Wagner hält aber das Landtagswahlergebnis von 27 Prozent für die eigentliche Basis, auf der er Wahlkampf macht. Die Stichwahl zu erreichen, ist sein erstes Ziel. > Schluss der Serie.Großrosseln. Zu einer Podiumsdiskussion mit den vier Kandidaten, die sich bei der Wahl am 31. Oktober um das Bürgermeisteramt in Großrosseln bewerben, laden die Saarbrücker Zeitung und der Saarländische Rundfunk gemeinsam am Mittwoch, 20. Oktober, 19 Uhr, in die Rosseltalhalle in der Warndt-Gemeinde ein. Die Moderation des Abends teilen sich Doris Döpke (SZ) und Thomas Gerber (SR). Alle Interessierten - und ihre Fragen an die Kandidaten - sind herzlich willkommen (siehe auch den nebenstehenden Coupon). red

Auf einen BlickWahl im Internet: Die Bürgermeisterwahl in Großrosseln am Sonntag, 31. Oktober, ist bei der SZ auch im Internet ein wichtiges Thema. Über das Wahlergebnis werden wir Sie bereits am Abend des Wahlsonntags informieren, in einem speziellen Online-Magazin, zu dem die unten genannte Internet-Adresse führt. Dort finden Sie auch weitere Berichte zur Wahl. red

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