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Der Klassenverbleib ist das neue Ziel

Der Klassenverbleib ist das neue Ziel

Karlsbrunn. Klarer könnte das Ziel nicht sein. Irgendwie unten rauskommen. Bei kaum einem Verein liegt die Realität so fern von den Erwartungen vor der Saison wie beim SV Karlsbrunn. Damals war von einem Platz unter den ersten Fünf die Rede. Aber nicht wenige hatten angesichts der Verstärkungen sogar von der Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga gesprochen

Karlsbrunn. Klarer könnte das Ziel nicht sein. Irgendwie unten rauskommen. Bei kaum einem Verein liegt die Realität so fern von den Erwartungen vor der Saison wie beim SV Karlsbrunn. Damals war von einem Platz unter den ersten Fünf die Rede. Aber nicht wenige hatten angesichts der Verstärkungen sogar von der Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga gesprochen. Julien Spohr von den Sportfreunden Köllerbach und Mittelfeldspieler Alexandre Sosna waren nur zwei von denen, die Hoffnungen auf mehr machten. Doch gekommen ist alles ganz anders. 22 Punkte trennen den SV Karlsbrunn von der Tabellenspitze, aber - und das ist deutlich schwerwiegender - zwei Punkte trennen ihn von einem Nicht-Abstiegsplatz."Das müssen wir in der Rückrunde korrigieren", sagt der Vereins-Vorsitzende Heinz Gorius. Schließlich gibt es Erklärungen für die Schwächen. Da wären die vielen Verletzungen mehrerer Stammspieler - Sosna kam auf nur drei Spiele - und der daraus resultierende unterschiedliche Fitnesszustand der Mannschaft. "Und das geht eben nicht, dass der eine bei 60 Prozent und der andere bei 90 Prozent ist. Das müssen wir ausgleichen, dann kann die Mannschaft ihr Potenzial abrufen", sagt Gorius.

Dabei macht Trainer Markus Müller, der nach längerer Erkrankung wieder mit der Mannschaft trainieren kann, vor allem eines Hoffnung: "Wir haben Erklärungen für die Hinrunde, und das ist entscheidend. Vieles war nicht in Ordnung, wie es gelaufen ist. Aber jetzt wissen wir, wo wir ansetzen müssen." So müssen gerade die viel zu großen Leistungsschwankungen abgestellt werden. "Wir haben teilweise gut gespielt, aber eben ohne Konstanz", erklärt Vereins-Chef Gorius. Gerade durch die vielen Verletzten war es schwer, eine Stammformation zu finden, die sich einspielen könnte. So hapert es nicht nur in der Defensive, die mit 50 Gegentoren die schwächste der Liga ist, sondern auch im Angriff. "Das ist natürlich viel Arbeit, die vor uns liegt", betont Trainer Müller.

Dabei soll es auch in der Rückrunde die Mannschaft richten, die sich in der Hinrunde versucht hat. Ein Spieler soll noch kommen, mehr wird nicht getan. Auch Müller steht nicht zur Disposition. "Wir werden auf jeden Fall die Ruhe bewahren. Wir wissen, was die Mannschaft kann, und das wird sie auch abrufen", sagt Gorius. Ruhe zu bewahren - das ist in dieser Situation nicht selbstverständlich, aber angesichts des Potenzials der Karlsbrunner Mannschaft vertretbar. Denn Gorius weiß auch: "Die Rückrunde wird unheimlich schwer." Es braucht eine andere Mannschaft als in der Hinrunde dazu, diese Rückrunde auch erfolgreich zu Ende zu bringen.